Wir wissen, wo du dich aufhältst… Thema: Ortung

Der Youtube-Kanal von medienbier.tv hat ein neues Video veröffentlicht, indem sie sich kritisch mit dem Thema Ortung über das Smartphone auseinandersetzen. Es geht einerseits um die Vorzüge der Ortungstechnik, wie z.B. bei Lieferdienst-Apps, aber eben auch um die Unmenge an (unfreiwilligen) zusätzlichen Daten, die man der „Datenkrake“ damit in den Rachen wirft.

Für uns als Jugendleiter stellt sich damit natürlich auch die Frage, wie wir unsere Kinder und Jugendlichen für dieses Thema sensibilisieren wollen.

Je nach Alter der Gruppe solltet ihr erst einmal entscheiden, auf welchen Aspekt von Ortungsfunktionen ihr euer Hauptaugenmerk richten wollt.

Für jüngere Kindergruppen kann der Datenschutzaspekt noch etwas zu komplex und das Thema an sich noch nicht so relevant sein, weil sie selbst noch kein Smartphone besitzen. Daher kann es sich eher anbieten, vielleicht erst einmal auf den technischen Aspekt einzugehen und Spiele oder Projekte zu überlegen, die sich mit der Technik der Satellitenortung beschäftigen (hier findet ihr ein Bei-Spiel dazu ;)).

Besitzen die Kinder bereits eigene Smartphones oder kommen auf regelmäßiger Basis damit in Berührung, ist es wichtiger, entsprechende Projekte oder Spielideen eher auf den Privatsphäre-Aspekt zu münzen. Hierzu eine Spielidee:

Instagram-Mister.X:

Ich gehe davon aus, dass das grobe Spielprinzip von Mister X bzw. Scotland Yard bekannt ist. Dieses lässt sich wunderbar mit Instagram bzw. einem anderen sozialen Netzwerk nutzen, um damit eine Verfolgungsjagd mit Smartphones zu gestalten. Hierbei informiert Mister X seine Verfolger mittels Bild- und Standortinfos über seine aktuelle Position. Die Bilder sollten so gewählt sein, dass die Kinder anhand der Hintergründe bereits Rückschlüsse auf den Ort machen können, da die Standortangaben häufig sehr vage ausfallen können.

Die Gruppe, die ihn als erste schnappt, darf dies natürlich auch in einem Schnappschuss festhalten, damit alle anderen Gruppen Bescheid wissen und den Rückweg antreten können.

Der Abschluss des Spiels sollte auf jeden Fall eine ausführliche Reflektion beinhalten, die den Kindern und Jugendlichen noch einmal vor Augen führt, wie viel sie über sich selbst im Internet preisgeben, ohne es immer sofort zu merken.

 

unverortete Grüße und ein herzliches Cheers!

Eure Kahzn

Advertisements

Content-Diebe unterwegs!

Die Kanzlei Wilde, Beuger und Solmecke macht auf Content-Diebe aufmerksam, die automatisiert Blog-Content stehlen. Dieser wird dann auf Schattenblogs kopiert, die mit Google Adwords-Werbung traffic und letztlich Einnahmen generieren. Wenn ihr also einen eigenen Blog betreibt, kann es nicht schaden, wenn ihr einige Auszüge aus euren Artikeln googelt. Ebenso gilt: Wenn ihr Content vom Jugendmedienblog auf anderen Seiten wiederfindet, sagt Bescheid!

Cheers,

Eure Kahzn

CC-Lizenzen kombinieren: Aber richtig.

Es gibt so viele wunderbare Ideen, wie man Lerninhalte besser vermitteln und verstaubte Lehrbücher endlich zum Fenster hinauswerfen kann.

Stellt euch mal vor, euer Lieblingslehrer hätte damals die Möglichkeiten gehabt, die die meisten von uns heute haben: Weltweite Vernetzung, Zugriff auf kostenfrei zugängliches Wissen und dutzende Online-Datenbanken, in denen man Illustrationen, Grafiken, Tabellen und Aufgaben unter CC-Lizenzen für Noppes verwenden kann. Schreit das nicht nach neuen, eigenen, fächerübergreifenden Inhalten, die man gerne auch ressourcenschonend direkt im Netz von den Schülern bearbeiten lässt?

Schnell hingesetzt, aus den eigenen Notizen einen netten Lehrtext verfasst und nach Illustrationen gesucht. Klingt eigentlich ganz einfach. Ist es im Grunde auch, wenn es da nicht hin und wieder ein wenig Verwirrung in puncto CC-Lizenzen gäbe. Bestimmte Lizenzen lassen sich nämlich nicht ohne weiteres mit anders lizensiertem Material verwenden. Eine gute Erklärung hierzu liefert folgendes Video (original in Englisch hier):