Sind Filmemacher unter euch? Macht mit beim deutschen Jugend-Filmpreis!

Der Startschuss für den bundesweiten Filmpreis für junge Filmemacher bis 25 Jahre ist gefallen! Das diesjährige Thema lautet: „Von Menschen und Monstern“.

Ihr kennt wen, der gerne Videos macht oder habt selbst zuhause eine Schublade voll mit Ideen und Material, das ihr eigentlich schon längst mal fertig gemacht haben wolltet? Jetzt habt ihr einen Anreiz dazu: Die Möglichkeit, eure Arbeit vor einem breiteren Publikum zu präsentieren und die Chance auf einen Geldpreis von bis zu 1.000€ (zusätzlich zum Ruhm und Ehre natürlich).

Egal, ob euer Film in Eigenregie oder als Teamarbeit entstanden ist, zu Hause, in einem Filmprojekt, an der Schule oder Hochschule; egal, ob es sich um einen Realfilm oder einen Animationsfilm handelt, ob Ihr eine Dokumentation oder einen Spielfilm gedreht habt: Jedes Genre, jedes Format und jede Art der Umsetzung sind zum Wettbewerb zugelassen. Es ist auch nicht so wichtig, auf welchem technischen Niveau ihr euren Film produziert habt. Denn beim Deutschen Jugendfilmpreis zählen vor allem eure Ideen, eure Geschichten und eure Sichtweisen!

Einsendeschluss: 15.Januar 2017. Weitere Infos findet Ihr unter  deutscher-jugendfilmpreis.de.

Macht mit oder teilt diesen Beitrag, damit er diejenigen in euren Freundeskreisen erreicht, die diese Chance nutzen sollten :).

Lieben Gruß und ganz viel Erfolg!

Eure Kathi aka Kahzn

 

Link-Tipp: Computerspiele zum Thema Flucht und Asyl

Der Medienpädagogik Praxis-Blog hat einen super interessanten Artikel veröffentlicht, der eine Reihe von Spielen auflistet,  die sich mit Themen wie Migration, Flucht, Rassismus, dem Alltag in Flüchtlingscamps oder Behörden beschäftigt.

Als Spieler taucht man damit hautnah in die Welt der Flüchtlinge ein und bekommt eine ganz besondere Perspektive auf diese Problematik. Meiner Meinung nach ein Muss für politisch engagierte Gruppen, zumal zu jedem Spiel direkt auch der relevante Artikel im Spieleratgeber-NRW verlinkt wird ;).

Das Thema Flucht ist hochaktuell. Täglich überqueren tausende Menschen die Grenzen der EU und stellen deren Mitgliedsländer vor eine gewaltige Herausforderung. Bei all den organisatorischen Schwierigkeiten übersehen viele aber schnell die Strapazen, welche die Flüchtlinge auf sich nehmen mussten, um sicheres Territorium zu erreichen. Welche Gründe hatten sie, ihr Land zu verlassen und ihr Leben zu riskieren?

Ein bisher eher ungewöhnliches Medium zur Vermittlung solcher Inhalte bilden Computerspiele.
In sogenannten Newsgames haben engagierte Spielehersteller und Journalisten – unter anderem die BBC und das UN-Flüchtlingswerk – versucht, die Erlebnisse und Gefahren auf der Flucht sowie die menschenunwürdigen Zustände in den Herkunftsländern und auf ihrer Reise in die EU erfahrbar zu machen.

über Computerspiele zum Thema Flucht und Asyl — Medienpädagogik Praxis-Blog

Mein Favorit bisher: „Papers, Please!„. Bei diesem Spiel schlüpft man in die Rolle eines Grenzbeamten,  der Reisepapiere kontrolliert. Klingt langweilig, ist es aber erstaunlicherweise überhaupt nicht. Ein Kommentator des Artikels (Anderer Max) fasst es ganz gut zusammen:

„Nach einiger Zeit können die häufigen Misserfolge und die recht eintönige Stempelarbeit ermüdend und frustrierend wirken (…)“

Das Spiel soll und muss ermüdend, gleichförmig und nervig sein.
Sinn des Spiels ist ja auch nicht, der beste Beamte von Arstotzka zu werden, sondern zu merken, was man da gerade macht und wieviel Macht ein Grenzbeamter über das Lebensschicksal von „Menschen“ hat und wie wenig Zeit ihm für eine korrekte prüfung jeder Einzelperson eigentlich bleibt. Über die Zeit merkt man, dass man eigentlich nur noch auf kleine Details achtet und quasi „betriebsblind“ wird. Da freut man sich sogar über ein zynisches „Upgrade“ des Stempelequipments 😉

Im Laufe des Spiels muss man sich auch z. B. entscheiden, ob man sich einer mysteriösen Rebellion anschließen will, oder lieber staatstreu die Kollaborateure meldet.
Das Spiel ist mehr, als nur ein witziger Grenzbeamtensimulator, es stellt uns vor moralische und menschliche Fragen, die wir in einem Mal Durchspielen auch nicht klären können werden.

Das spiel stellt grundsätzliche, menschliche Fragen, die wir ganz individuell beantworten können, aber auch mit den Konsequenzen „leben“ bzw. weiterspielen müssen.

Viel Spaß beim Anspielen!

Eure Kahzn

Bildrechte once again: Arbeitshilfe und Formularvorlage

Ja, Bildrechte sind immer noch ein Thema. Und da es immer noch zu Verwirrungen, Fehlannahmen und Missverständnissen kommt, möchten wir an dieser Stelle auf eine schön erarbeitete Handreichung des Bayerischen Jugendrings hinweisen, die den Spagat zwischen allgemeiner Formulierung  und konkreter Anwendung schafft (z.B. sowohl Veröffentlichung von Bildern durch die Leiter auf Facebook / Webseite als auch Umgang mit Bildrechten durch Nutzer eines Gruppenforums). Außerdem ist sie sehr verständlich, übersichtlich und  hilfreich geschrieben.

Achtung: Ja, sie ist lang. Dafür deckt sie aber auch viele verbundene Themengebiete bereits mit ab und: Am Ende findet ihr eine kommentierte, generalisierte Formularvorlage, die Ihr nach euren Bedürfnissen konkretisieren und benutzen könnt.

Hier gehts zur Arbeitshilfe.

Wer sich die Arbeit sparen will und nur ein, zwei Bilder zu Illustrationszwecken braucht, kann sich natürlich auch auf freien stock-Fotobörsen bedienen, oder – wer auf authentische Fotos nicht verzichten will – kann auch darauf achten, nur Bilder zu veröffentlichen, auf denen niemand erkennbar ist.

 

2 Halloween-Projektideen für eure Jugendarbeit

Und schon ist wieder diese Zeit des Jahres, in der einem bei Google Ads nur noch Kürbisse schief angrinsen. Zur Abwechslung von den üblichen Kostüm-, Back-, Schmink-, Deko- oder Kochtipps zu Halloween wollen wir euch zwei coole Ideen für Medienprojekte vorstellen, die ihr thematisch in die gruselige Jahreszeit verbauen könnt.

1. Grusel-Hörspiel selbst erstellen. 

Schnappt euch einen Computer und ein handelsübliches Mikro oder Headset, ein kostenloses Audioprogramm (wie z.B. audacity) und legt los! Aufwand und Umfang eures Hörspiels hängen davon ab, ob ihr

1.) mit vorgefertigten Skripten arbeiten wollt oder die Kinder selbst eine Gruselgeschichte erfinden sollen

2.) ihr die Hintergrundgeräusche selbst einspielen wollt (ist meist aufwendiger als man es sich vorstellt!) oder ob ihr euch aus den gängigen Geräuschdatenbanken bedienen wollt (z.B. freesound.org)

3.)  ihr die Geschichte länger werden lassen wollt bzw. wie viele „Rollen“ ihr einbauen möchtet. Wenn alle Kinder sprechen sollen, wird es tendenziell länger. Alternativ kann man dem ein wenig entgegenwirken, indem man von vorneherein die Möglichkeit anbietet, sich beim Tonschnitt, Skripten, Tontechnik oder bei der Sounderstellung einzubringen.

Eine detaillierte Anleitung mit Hinweisen, worauf bei Hörspielaktionen generell zu achten ist, findet ihr hier (diese richtet sich eher an jüngere Gruppen, kann aber relativ problemlos auf Jugendgruppen umgedacht werden).

2. Geisterfotos

Ähnlich wie bei Lightpainting-Aufnahmen könnt ihr mit Hilfe der manuellen Einstellung eurer Kamera Verwacklungs- und Langzeitbelichtungseffekte nutzen, um coole Gruselaufnahmen mit euren Jugendlichen zu erstellen.

Je nachdem, wie fit sich eure Jugendlichen dabei anstellen, könnt ihr anschließend auch diverse Effekte mit Photoshop oder kostenfreien Bildbearbeitungsprogrammen darüberlegen und den Gruseleffekt der Bilder erhöhen.

Geisterfotos können gruselig, witzig oder... presserelevant sein (Quelle: Jon Feinstein @ Flickr, bestimmte Rechte vorbehalten)

Geisterfotos können gruselig, witzig oder… kopiert (?) sein (Quelle: Jon Feinstein @ Flickr, bestimmte Rechte vorbehalten)

ein schaurig schönes Halloween und danach ein besinnliches Allerheiligen wünscht euch

Eure Kahzn

Mein Versuch eines Grusel-Selfies

Mein Versuch eines Grusel-Selfies

Jugendmedienschutz an die Jugendlichen heranführen – aber wie?

Das Internet ist voll von Pädagogen-Videos und -Webseiten, die im Besten Falle gut gemeint, aber leider zu ungeschickt gemacht sind, um ernst genommen zu werden. Gestelzte Theater-Videos mit eher mittelmäßigen Schauspielern können den Anspruch der Jugendlichen an Authentizität nicht mehr erfüllen und fallen daher schnell in die Kategorie „peinlich“.

Das Jugendmedienschutzportal klicksafe hat da zuletzt ein wunderbares Beispiel für gefeatured: Eine Video-Reihe der Theatergruppe „Playback“ im Rahmen der Safer Internet Days, die verschiedene Aspekte des Medienschutzes darstellen soll.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn Jugendliche diese Themen meist unterschätzen: Wie soll man auch Ratschläge von jemandem befolgen, dessen mediale Darstellungsleistung nunja… zu wünschen übrig lässt. Viele der Webseiten oder Videos widersprechen so offensichtlich den Konsumgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen, dass man es ihnen kaum verübeln kann, wenn sie im Unterricht lieber kichern und quatschen als sich sachlich mit dem Thema zu beschäftigen.

Dabei erscheint die Lösung so einfach: Warum orientieren sich nicht mehr pädagogische Initiativen an dem, was die Jugendlichen jeden Tag sehen? Schaut euch mal mehr ab!

Es gibt einige funktionierende YouTube-Konzepte mit pädagogischem Gehalt, die von Kindern und Jugendlichen tagtäglich millionenfach angeklickt werden. YouTuber wie z.B. LeFloid tanzen uns, was jugendgerechte Darstellungsweisen angeht, schon lange auf der Nase herum.

Was denkt ihr dazu?

Wie geht ihr solche Themen in euren Gruppenstunden/ Lehrveranstaltungen/ Workshops an?

Schreibt es in die Kommentare!

Cheers,

Eure Kahzn

JAKOB: Ein Point-and-Click-Adventure über Cybermobbing

Da hat sich der Kinderschutzbund in Bayern wohl mal gedacht: „Wie kann man Kindern und Jugendlichen das Thema Cybermobbing am Besten näherbringen? Na klar! Mit Spielen!“

Und so ist, nach etwas mehr als einem Jahr in Zusammenarbeit mit der Firma Digital Treasure Entertainment (DTE)  JAKOB & die Cybermights entstanden: Ein kostenloses Onlinespiel als Point-and-Click-Adventure. Kein Herunterladen oder Installieren notwendig. Man kann einfach auf den Link klicken und los gehts:

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Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit unserem Protagonisten Jakob, dessen Eltern mit ihm in eine neue Stadt ziehen. Und das mitten im Schuljahr. Vor der neuen Schule trifft er auf Nicole, ein Opfer von Cybermobbing, das schluchzend vor der Schule sitzt. Nach ihrem raschen Abgang und einigen Unterhaltungen wird sehr schnell klar, dass sich so keiner dazu berufen fühlt, diesem Fall nachzugehen.

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Damit haben wir nun eine klare Situation und eine Aufgabe: In guter alter Detektiv-Manier herauszufinden, wer hinter der fiesen Mobbing-Attacke auf Nicole steckt. Denn, wie so oft, ist dies hier nicht so offensichtlich.

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Auch wenn die Geschichte schon stellenweise wie mit dem Klischee-Holzhammer daherkommt, kann man hier und da ein paar nette Details entdecken, wie z.B. die liebevoll Schulatmosphäre nachahmenden Hintergrundsounds oder die Info-Boxen zur Thematik, die dezent als Textnachrichten auf Jakobs Handy landen.

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Dahingegen sind einige der Sprecher äußerst gewöhnungsbedürftig (und das nicht unbedingt wegen Ihres unkaschierten Akzents), auch finde ich persönlich es mehr als befremdlich, dass man ausgerechnet für den Jakob einen erwachsenen Sprecher genommen hat.

Nach der „Speichern“-Funktion sucht man außerdem vergebens. Wenn man nicht weiß, dass der aktuelle Zwischenstand automatisch im Browser gespeichert wird, kann man sich fast gezwungen fühlen, das Spiel in einer Sitzung durchzuspielen. Aber nur fast.

Meine Kurzbewertung dazu:

Der Story würde ich so 5 von 10 Punkten geben, da sie an manchen Stellen schon arg tief in die Klischeekiste greift, aber dafür mehrere verschiedene Themen der Online-Sicherheit anspricht. Der Humor des Spiels bewegt sich auf Ebene der Zielgruppe und scheint mir damit richtig gewählt, auch wenn er manchmal etwas getrübt wird durch die Unzulänglichkeiten mancher Sprecher.

Die Steuerung würde ich mit 8 von 10 Punkten bewerten. Bei einem P&C kann man diesbezüglich eigentlich nicht viel falsch machen, wenn auch manchmal nicht ganz klar ist, was nun passiert, wenn man auf etwas draufklickt (Wo war nochmal der Unterschied zwischen Zahnrad und Auge?).

Pädagogisch gesehen ist das Spiel eine 10/10. Laut den Entwicklern umfasst es folgende Themenbereiche:

  • Umgang mit Spam und Scheinnachrichten
  • Was tun bei Cybermobbing
  • Was sind Viren und Trojaner
  • Handy nie alleine lassen
  • Umgang mit Passwörtern
  • Verwendung von Pseudonymen und Nicknamen
  • Die Wichtigkeit von Datenschutz
  • Urheberrechte / Copyright beachten

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Nettospielzeit: 2 x 45 Minuten.

Optimiert (ernsthaft!) für IE 10. Auf Firefox und Chrome läufts aber auch 😉

Abschließend würde ich sagen: ein nettes Spiel für Kinder und jüngere Jugendliche (<  ca.14 Jahre), das man als Einführung oder Überleitung nutzen kann, um in die Thematik einzuführen.

Habt Ihr noch weitere Fragen oder Anmerkungen zu diesem Spiel?

Schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag oder fragt mich direkt über mein Kontaktformular! 🙂

Cheers,

Eure Kahzn

Smartscout – Jahresaktion der DPSG

Mit der neuen Jahresaktion zeigt die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, wie man Medien gekonnt in seine Pfadfinderarbeit einbauen kann.

Das Thema lautet „Schlau im Umgang mit Medien!„: Ein Aufruf an alle Pfadfinderleiter, sich mit der Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auseinanderzusetzen, dies in den Gruppen kritisch zu hinterfragen und Möglichkeiten zu erforschen.

Auf dem Blog zur Jahresaktion findet ihr viele nützliche Hintergrundinformationen zu den Themen „Fit fürs Web“, „Medien im Pfadfinderalltag“ und „Hinterfragen und Verstehen“.

Zudem gibt es Neuigkeiten zu den bundesweiten Aktionen, wie z.B. die Twitterstaffel, bei der jede Woche ein anderer Stamm in Deutschland aus seinem Alltag twittert, oder zum Fotowettbewerb der Trupps und Stufen.

Außerdem kann man noch sein Wissen zum Thema im Smartscout-Quiz testen und die in Pfadfinderkreisen verbreitetete Liebe zu Merchandise wird selbstverständlich wieder bedient ;).

Den Link zur Smartscout-Website findet ihr hier.

Viel Spaß!

Eure Kahzn

 

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