Spielerisch einfach Sprachen lernen und auffrischen mit Duolingo

Euer nächstes Lager geht ins Ausland und euer Sprachkurs ist schon verdammt lange her?Oder ihr wollt einfach so euer Spanisch ein wenig aufbessern? Dann schaut euch am besten mal Duolingo an.

Spielprinzip

Level, Achievements und Gems, sogenannte „Lingots“ lassen diese Browserapp sehr spielerisch wirken und geben euch einen Überblick über euren Fortschritt. Die Lektionen sind nach dem „Dive-in“-Prinzip strukturiert, und schön kurz gehalten, wodurch ihr euch nicht immer erst dröge Grammatiktabellen angucken müsst, sondern direkt loslegen könnt. Und das funktioniert!

Wörter erraten, Texte erkennen und Hörverständnis ab der ersten Minute

Sobald ihr eine Lektion beginnt, kommen in zufälliger Reihenfolge verschiedene Worterkennungs-, Textverständnis- als auch Schreib- und Sprechpraxisübungen vor.

Ich selbst habe die App zunächst für mich selbst nur zum Sprachenauffrischen genutzt und bin dann schnell dazu übergegangen, einfach so aus Spaß noch eine neue Sprache dazuzunehmen. Es läuft erstaunlich gut – ohne Lehrer, ohne Klasse und ohne Grammatiktabellen.

Selbstverständlich kann man die jeweilige Grammatik jeweils am Kapitelanfang nachlesen (was ich bisher noch nie wirklich gebraucht habe) – oder bei Fragen in die Diskussion reinschauen (das wohl schon eher).

Man muss nicht bei 0 anfangen

Wenn ihr schon Vorwissen in einer Sprache habt, könnt ihr euch zunächst einmal über den Placement-Test auf euer Level einpendeln lassen und von dort aus weitermachen. Dann seid ihr nicht gezwungen, euch als Fortgeschrittener durch den kompletten Basiskram zu arbeiten.

Kleine Motivationshelfer sind auch eingebaut. Die Lingots z.B. kann man im Programminternen „Store“ gegen abwechslungsreiche Sonderfunktionen oder -lektionen eintauschen, wie z.B. lustige Flirtsprüche in der jeweiligen Sprache. Außerdem wird der Zeitraum in Tagen gemessen, den man durchgehend drangeblieben ist – dein persönlicher „Streak“, den andere Community-Mitglieder auch sehen können. Schließlich gibt es natürlich dann noch die Möglichkeit, sich mit seinen Freunden auf duolingo zu messen – ähnlich wie bei Community-Spielen, allerdings nicht ganz so aufdringlich mit den Anfragen ;).

100% kostenlos – Wo ist der Haken?

Das beste daran ist: Duolingo ist 100 % kostenlos und läuft auf Windows, Mac und ist natürlich auch als App fürs Smartphone verfügbar. Keine kostenpflichtigen In-App-Käufe, keine Premium-Versionen und keine Werbung. Wie das sein kann, erklärt sich relativ einfach:

– zum einen ist da die starke Community, die sich an Sprachkursen im Aufbau beteiligt und bei Fragen Hilfestellung bietet. Somit lässt sich die Anzahl bezahlter Sprachtutoren auf das absolute Minimum beschränken.

– zum anderen stammen viele der Sätze und Übungstexte, die übersetzt werden, von echten Internetquellen: Den Kunden Duolingos, wie z.B. CNN oder Buzzfeed. Das Prinzip: Viele fortgeschrittene Duolingo-Arbeitsbienchen übersetzen den selben Satz, um eine korrekte Übersetzung zu gewährleisten. Damit werden möglichst viele Texte in möglichst viele Sprachen übersetzt. Im Endeffekt „bezahlen“ die Lernenden auf dieser Plattform also durch ihre eigenen Lernbemühungen, was ich persönlich für ein ziemlich geniales Konzept halte.

Manko: Kannste kein Englisch, biste nix

Allerdings ist duolingo noch sehr Englisch-lastig. Für deutsche Muttersprachler wird bisher nur Englisch und Französisch angeboten. Wer sich aber zumutet, auch nach Englisch zu übersetzen (was gar nicht so schwer ist), der kann sich aktuell noch Spanisch, Niederländisch, Portugiesisch, Italienisch, Irisch (Gälisch), Schwedisch und Dänisch aussuchen.

Fazit

Ein gut durchdachtes Konzept, das überzeugend umgesetzt wurde und (bisher zumindest noch) außerordentlich gut funktioniert. Ich bin zwar noch etwas skeptisch, ob ich nach diesem Prinzip effektiv auch eine neue Sprache lernen kann, werde aber dranbleiben. Wer weiß? Vielleicht kann ich ja wirklich bald mit meinem Schwedisch angeben ;).

Cheers!

Eure Kahzn 

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10 Hilfreiche Tools für SOLE-Sessions und freie Teamarbeit

Wenn ihr mit eurer Gruppe eine SOLE-Session ausprobieren wollt, könnt ihr natürlich einerseits die vorgegebenen Tools auf https://www.theschoolinthecloud.org/ nutzen. Diese beinhalten ein sicheres Suchtool (läuft über Bing), ein Scrapbo0k für interessante Informationen und ein einfaches Präsentationsprogramm (damit die Teilnehmer sich nicht in Designfragen verlieren).

Sollte euch das nicht reichen oder eure Aktion über ein gewöhnliches Unterrichtsprojekt hinausgehen, gibt es hier 10 weitere Tools, die euch beim nächsten Projekt nützlich sein könnten. Selbstverständlich alle kostenlos (und oft auch ohne Anmeldung nutzbar!).

 

1. Simple surface ist ein einfaches Whiteboard-tool für schnelle Textnotizen. Als reines Notiz-tool allein ohne Anmeldung nutzbar. Um mit anderen zusammen an einer Surface zu arbeiten ist jedoch eine kurze Anmeldung (E-Mail&Passwort) nötig.

simplesurface

 

2. Prezi: Die meisten werden es schon kennen. Prezi ist der coole online-shared-workspace-Bruder von Powerpoint. Leider nur in der public version kostenfrei, aber definitiv lohnenswert.

 

3. Ihr habt sie im Unterricht gehasst? Verliebt euch neu! Der ehemalige Horror auf buntem Fotokarton hieß Mindmap und ist als Online-Programm wesentlich ansehnlicher, übersichtlicher und praktischer.

Mindmup ist das Programm der Wahl, wenn man nur mal eben schnell eine Übersicht erstellen möchte und keine Lust hat, sich irgendwo anzumelden. Super unkompliziert, dafür aber auch ohne Fotos und sonstigen Schnickschnack.

Manche anderen Apps dieser Art kommen mit mehr Features um die Ecke, sind dafür aber oft kosten- oder zumindest anmeldepflichtig.

mindmap

 

 

4. Bounce: Ist eine App, um Screenshots und Bilder in der Gruppe zu kommentieren. Kommentieren – Speichern – Weiterschicken über facebook oder Twitter. Nach diesem Prinzip kann man sich die Accounterstellung sparen und hat hiermit ein absolut taugliches und witziges Tool, mit dem man sich Kommentare und Gegenkommentare hin und her „bouncen“ kann.

bounce

 

5. Screenhero: Wenn man damit leben kann, doch nicht direkt im Browser zu arbeiten, kann Screenhero das richtige sein. Das leider nur noch auf Zeit (14 Tage Testversion) kostenfreie Programm ermöglicht es einem, ähnlich wie bei Teamviewer gemeinsam auf einem Desktop zu arbeiten. Hierbei bekommt jeder aber auch einen eigenen, für jeden sichtbaren Mauszeiger und kann live mit dem Team arbeiten.

screenhero

 

6. Online-Pinnwände sind out? Nicht mit Fotos und Videos! Bei Linoit hat man sich viel Mühe mit dem Design und der Handhabung gemacht. Alleine könnt ihr einfach loslegen, im Team nur mit Anmeldung.

lino

 

7. Ihr müsst eine Timeline erstellen? Dipity macht es euch einfach.

dipity
Auf der Startseite von dipity findet ihr eine aktuelle Timeline aller bisherigen Internet-Memes. Wenn das mal nicht ein Qualitätsmerkmal ist…

 

8. Ihr wisst es noch nicht, aber ihr braucht Word-Clouds. Am einfachsten erstellt ihr sie mit Wordle  (ihr habt keine Ahnung, wofür man Wordclouds gebrauchen kann? Hier sind 125 Vorschläge)

Eine Word-Cloud zu "tolerantes und globalisiertes Duisburg"
Eine Word-Cloud zu „tolerantes und globalisiertes Duisburg“

 

9. Für diejenigen unter uns, die ohnehin schon bei Google, Evernote und Twitter vertreten sind, könnte  Remember the milk die perfekte Ergänzung darstellen: Diese Web-To-Do-Liste mit Kalenderfunktion kann sehr hilfreich sein, um (Gruppen-) Aufgaben zu verwalten und längerfristige Projekte im Blick zu behalten. Kostenlos, aber natürlich mit Registrierung. Dafür Cross-Plattform.

 

10. Mein Favorit: Twiddla ist ein Allround-Talent. Whiteboard-Kritzelei, Simultane Textbearbeitung, Textfelder und Fotos einfügen: Das alles ohne Anmeldung direkt im Browser und völlig unkompliziert im Team. Meine Empfehlung!

twiddla02
Auch wenn meine Notizen vielleicht nicht allzu großartig wirken: Twiddla ist es auf jeden Fall!

 

Ich hoffe, ihr findet hier ein paar nützliche Tipps für euer nächstes Gruppenprojekt.

Ihr habt noch mehr sinnvolle Apps gefunden oder habt etwas auszusetzen? Immer raus damit! Schickt sie mir an Katharina.Ziolkowski@bdkj-duisburg.de oder hier in die Kommentare.

Cheers!

Eure Kahzn

Quellen:

http://www.docurated.com/101-free-free-try-online-collaborative-learning-tools-teachers-educators/

https://www.medienpaedagogik-praxis.de/kostenlose-software/freie-programme/

Im Jugendleiter-Medien-Koffer: Mightier

Ihr sucht noch nach einem passenden Spiel, um eurer Gruppe ein wenig Medienkompetenz zu vermitteln? Dann ist Mightier genau das richtige. Es eignet sich vor allem für jüngere Gruppen, die wahrscheinlich noch Schwierigkeiten bei der Handhabung verschiedener Hardware-Typen haben, weil es verschiedene Spielelemente mal am Rechner, mal offline durch Drucken und Scannen bzw. an der Webcam einbezieht.

Dieses Spiel verbindet Jump’n’run-Elemente mit kleinen Logikrätseln und kreativem Austoben. Denn hier steuert ihr nicht nur das Männchen, das von Plattform zu Plattform hüpft und items aufsammelt, ihr seid auch gleichzeitig (oder vielmehr zwischendrin) auch derjenige, der die Plattformen erschafft. Dies geht entweder mit Hilfe der Maus oder durch ausdrucken und wieder einscannen. Ebenso könnt ihr auch das Aussehen eurer Figur auf einfach Art selbst gestalten.

Wie das dann im Spiel dann aussieht, seht ihr hier:

Ihr könnt es einfach kostenlos downloaden und direkt ausprobieren, allerdings gibt es das Spiel bisher leider nur auf Englisch. Da die Steuerung sehr simpel und intuitiv ist (WASD + Maus) und die Rahmenstory relativ vernachlässigbar, würde ich euch dieses Spiel trotz des Punktabzugs bei der Sprache definitiv ans Herz legen.

(Kleiner Tipp: Wer das Spiel gern in Vollbildmodus spielen möchte und so wie ich diese Grundeinstellung beim Spiel nicht findet, kann sich auch mit Alt+Enter im Startbildschirm in den Vollbildmodus mogeln ;)).

Cheers,

Eure Kahzn