Sind Filmemacher unter euch? Macht mit beim deutschen Jugend-Filmpreis!

Der Startschuss für den bundesweiten Filmpreis für junge Filmemacher bis 25 Jahre ist gefallen! Das diesjährige Thema lautet: „Von Menschen und Monstern“.

Ihr kennt wen, der gerne Videos macht oder habt selbst zuhause eine Schublade voll mit Ideen und Material, das ihr eigentlich schon längst mal fertig gemacht haben wolltet? Jetzt habt ihr einen Anreiz dazu: Die Möglichkeit, eure Arbeit vor einem breiteren Publikum zu präsentieren und die Chance auf einen Geldpreis von bis zu 1.000€ (zusätzlich zum Ruhm und Ehre natürlich).

Egal, ob euer Film in Eigenregie oder als Teamarbeit entstanden ist, zu Hause, in einem Filmprojekt, an der Schule oder Hochschule; egal, ob es sich um einen Realfilm oder einen Animationsfilm handelt, ob Ihr eine Dokumentation oder einen Spielfilm gedreht habt: Jedes Genre, jedes Format und jede Art der Umsetzung sind zum Wettbewerb zugelassen. Es ist auch nicht so wichtig, auf welchem technischen Niveau ihr euren Film produziert habt. Denn beim Deutschen Jugendfilmpreis zählen vor allem eure Ideen, eure Geschichten und eure Sichtweisen!

Einsendeschluss: 15.Januar 2017. Weitere Infos findet Ihr unter  deutscher-jugendfilmpreis.de.

Macht mit oder teilt diesen Beitrag, damit er diejenigen in euren Freundeskreisen erreicht, die diese Chance nutzen sollten :).

Lieben Gruß und ganz viel Erfolg!

Eure Kathi aka Kahzn

 

Advertisements

Pokémon GO in der Jugendarbeit.

Datenschutz, pädagogische Aspekte und Anwendung in der Jugendarbeits-Praxis.

An dem Phänomen Pokémon Go gibt es zur Zeit kein Vorbeikommen. Mittzwanziger spielen es, ihre kleinen Geschwister auch, und sogar in der Citypastoral findet es schon Verwendung. Was hat das für Auswirkungen auf mich in meiner Jugendarbeit? Muss ich mich damit irgendwie auseinandersetzen?

Nun, schaden kann es nicht. Aber keine Sorge: Niemand erwartet von dir, dass du dich jetzt sofort auch von dem Hype anstecken lässt, wenn du das nicht willst. Es ist ja auch gut möglich, dass es schnell wieder abflaut. Allerdings darf man dabei nicht außer Acht lassen, dass Pokémon als Marke bereits lange genug existiert, um diesem Trend eine gewisse Stabilität zu verheißen. [Ich für meinen Teil würde fürs Erste davon ausgehen, dass es einen ähnlich langen Atem haben wird wie Minecraft, und damit als Teil der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen nicht ignoriert werden sollte, aber das muss jeder für sich entscheiden.]

Ja gut, was daran ist dann für mich als Jugendleiter relevant? In diesem Artikel setze ich im wesentlichen Voraus, dass das Spielprinzip bekannt ist. Wer es gar nicht kennt, dem empfehle ich den etwas detaillierteren Artikel von spieleratgeber-nrw. Der Beitrag ist gegliedert in drei Hauptaspekte: Datenschutz, pädagogische Aspekte und Anwendung in der Praxis.

Zum Datenschutz 

Hier stellt sich die Angelegenheit eigentlich relativ einfach dar: Die App sammelt Standortinformationen  ihrer Nutzer, was für die Spielmechanik logischerweise unverzichtbar ist. Außerdem werden auch personenbezogene Daten erhoben, die dann, wie mittlerweile (leider) üblich, auch an Dritte (zu Marketingzwecken, Ermittlungszwecken, etc.) weitergegeben werden. Das Spiel wurde von der Google-Tochter Niantic hergestellt und betrieben, die sich aber mittlerweile vom Mutterkonzern abgespalten hat.

Nichtsdestotrotz würde ich die datenschutzrechtliche Lage ähnlich wie bei Google sehen. Und da Google ja schon seit Jahren fröhlich unsere Standortdaten sammelt – kann man sich übrigens wunderbar in seiner Location History angucken – und es niemanden mehr so wirklich zu stören scheint, würde ich das mal als weniger dramatisch ansehen (zumal man im Falle dieses Spiels den direkten Sinn und Zweck dieses Datenzugriffs auf der Hand hat).

Dementsprechend halte ich, um noch einmal auf die Jugendleiter-Prespektive zu kommen, Warnungen an eure Gruppenkinder à la „Guckt euch mal an, wie viele Berechtigungen das Spiel haben will!“ für wenig erfolgsversprechend. Leider!

Pädagogische Aspekte

Erstmal zu den positiven Aspekten des Spiels:

Bewegung. Eine Grundidee des Spiels basiert darauf, dass man seinen Hintern raus aus den eigenen Vier Wänden und an die frische Luft bewegt. Das wird u.a. dadurch erreicht, dass sog. Pokestops und Kampfarenen wild in der Stadtkarte verteilt wurden und man sein Smartphone in deren Nähe bewegen muss. Außerdem gibt es im Spiel Features, die das Ablaufen besonders langer Strecken fördern (z.B. kann man Pokemon-Eier ausbrüten, indem man sich bewegt. Je länger die Strecke, die man für ein Ei ablaufen muss, desto seltener ist meist das Pokemon, das sich darin befindet). Endlich mal ein Spiel, das erfolgreich eine ganze Generation vor die Tür bekommt :).

Soziale Kontakte. Parallel zur Verbreitung des Spiels haben sich schnell auch überall in den sozialen Netzwerken Gruppen und Foren geöffnet, in denen es darum geht, gemeinsam auf die beliebte Pokemon-Jagd zu gehen oder gegeneinander anzutreten. Wie kaum ein anderes Spiel, das ich kenne, regt Pokémon GO dazu an, sich auch mit fremden auf der Straße auszutauschen, ins Gespräch zu kommen und vielleicht sogar neue Freunde zu finden.

Flexibilität. Weder die Ladezeiten noch der zeitliche „Grundumsatz“, den man leisten muss, wenn man das Spiel öffnet, sind besonders hoch. Daher eignet es sich prima für Zwischendurch, für den Schul- und Nachhauseweg, Bahnfahrten oder längeres Schlangestehen. Es ist zu jedem Zeitpunkt ohne großen Verlust möglich, das Spiel zu unterbrechen oder auszuschalten und an der selben Stelle (ja gut, vielleicht nicht örtlich) wieder einzusteigen.

Niederschwelligkeit. Die Steuerung ist intuitiv, einfach und kommt im wesentlichen ohne viel Text aus. Dadurch können es schon Kinder im Vorschulalter oder Menschen mit Leseschwierigkeiten im Wesentlichen problemlos spielen. Es ist leicht zugänglich und kostenfrei im Appstore zu haben.

 

Zu den Gefahren:

Unaufmerksamkeit. Klar. Wer durch die Gegend läuft und dabei auf sein Handy starrt, bekommt nicht immer mit, was um einen herum passiert. Sowas lernen die Kinder meist aber selbst sehr schnell, wenn sie das erste mal vor eine Laterne laufen oder über einen Bordstein stolpern. Bei besonderen Härtefällen, die zu oft zu sehr darin versinken, kann es helfen, darauf hinzuweisen, dass es bei dem Spiel eine Akkuspar-Option gibt, die das Display abschaltet und nur dann vibriert, wenn etwas Interessantes (z.B. ein Pokestop oder ein wildes Pokemon) in der Nähe ist. Wenn selbst das nichts hilft, kann man sich z.B. aus dieser Liste von unerfreulichen Vorkommnissen im Zusammenhang mit Pokemon GO  (die ich mit einer Prise Skepsis nehmen und unter „urbane Legenden“ verbuchen würde), diejenige als Beispiel heraussuchen, die für den jeweiligen pädagogischen Anschauungszweck die passendste ist (leider auf Englisch!).

Suchtgefahr. Nun, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ist der Suchtfaktor des Spiels offensichtlich. Wie stark dieser auf Dauer wirkt, wird sich zeigen und hängt u.a. von den Entwicklern, den Spielern und auch von der Akzeptanz der Nicht-Spielenden ab.

Ich persönlich spiele es auch ab und zu und habe darin bisher noch nicht viel Potenzial für eine Langzeit-Sucht bemerkt, da sich die Möglichkeiten bisher in Grenzen halten: Ich kann Pokemon sammeln (ca. 150 Stück), was aber verhältnismäßig schnell gesättigt sein wird, wenn vom Entwickler nicht relativ zügig Pokémon nachgeliefert werden.

Außerdem gibts durch die Einteilung in Teams und das Umkämpfen der Arenen noch ein gewisses Suchtpotenzial, das von etwas andauernder Wirkung sein kann. Allerdings kann ich mir auch hier vorstellen, dass es ab einem bestimmten Punkt eher demotivierend wirken kann, wenn die Arenen in der eigenen Umgebung irgendwann alle von unschlagbar starken Pokémon verteidigt werden, die man als Gelegenheitsspieler niemals herausfordern kann.

In-App-Käufe. Das Spiel selbst ist kostenlos im App-Store zu bekommen. Will man aber besonders hilfreiche Items, wie z.B. Pokébälle oder Rauch (zum Anlocken von Pokémon) haben, kann man sich das Leben leichter machen und diese indirekt über eine ingame-Währung für echtes Geld kaufen. Dass so etwas, gepaart mit pfiffigen Kindern und unaufmerksamen Erwachsenen sehr schnell in äußerst erschreckenden Kreditkartenabrechnungen enden kann, brauche ich wohl niemandem mehr zu erklären.

So, jetzt habe ich aber mal genug gewarnt. Last but not least zu dem Thema:

Anwendung in der Praxis:

Kann man ein Großgruppen- oder Geländespiel fürs Ferienlager aus der Spielmechanik von Pokémon GO klöppeln?  Meiner Erfahrung nach kommen Spielprinzipien, die die Kinder in Ihrer Freizeit schon gerne spielen, in der Gruppenstunde oder in Lagern auch immer gut an, weil man sie nicht mehr groß erklären muss und schneller zur Sache kommen kann. Wäre es mit einer Erweiterung des bekannten Schmugglerspiels getan, bei der die Kinder Leiter aufhalten müssen, die wiederum Pokémon in verschiedenen Konstellationen mit sich herumtragen? Oder würdet ihr es eher wie eine Schnitzeljagd aufbauen? Man könnte sich auch auf den Aspekt des Arenen-Verteidigens konzentrieren und verschiedene Teams um „Ringe“ (z.B. Hulahoopreifen) ringen lassen (Haha Wortwitz!). Diese Fragen lasse ich bewusst an dieser Stelle mal offen, schreibt eure Ideen und Ergänzungen in die Kommentare!

Liebe Grüße, 

eure Kahzn aka Kathi vom BDKJ Duisburg

Noch kein Plan für die nächste Gruppenstunde? Diese 5 Linktipps helfen euch bestimmt bei eurer Vorbereitung (notfalls auch lastminute).

Schon wieder dasselbe basteln, spielen, kochen?

Schreien die Kinder vor Freude, wenn ihr den Plan für die nächste Gruppenstunde vorstellt, oder ähnelt ihr Blick eher dem hier?

Wenn letzteres der Fall ist, könntet ihr vielleicht ein wenig Hilfestellung gebrauchen. Oder vielleicht seid Ihr noch neu und unerfahren als Leiter und könntet ein paar Vorschläge gebrauchen?

Kein Problem! Ich hab mich da mal ein bisschen schlau gemacht, was es da so alles tolles im Netz zu finden gibt und es für euch zusammengestellt. Hier sind mal so 5 Anlaufstellen für euch.

1. Praxis Jugendarbeit:

Lasst euch von dem 90er-Design nicht abschrecken, praxis-jugendarbeit.de ist eine der umfassendsten, frei verfügbaren Spielesammlungen, die ich bisher im Internet gefunden habe. Da findet ihr sowohl Spielideen und ausgearbeitete Programme als auch verschiedene Bastelideen oder Tipps für für Spiri-Abende. Leider habe ich den Eindruck, dass an der Seite in den letzten Jahren nur noch sehr wenig gemacht wurde, aber nichtsdestotrotz kann man dort auch zu aktuelleren Themen gute Anleitungen finden.

Nach einem ähnlichen Prinzip, allerdings mit einer Wikipedia-ähnlicheren Struktur arbeiten  ideasharing und gruppenstundenspiele.de, die aber noch nicht so umfangreich sind und außerdem alles unter cc-lizenzen veröffentlichen (was es wiederum leichter macht, gute Ideen anzupassen und weiterzuverbreiten).

2. grik:

Die Community-Alternative zu praxis-jugendarbeit. Grik ist eine Mischung aus Forum und Spielsammlung, die die Nutzer durch ein internes Belohnungssystem („GM“) dazu ermuntert, selbst etwas in den Ideenpool beizutragen, um mehr daraus schöpfen zu können. Dadurch kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass man dort häufiger auf Spiele und Programmideen mit aktuellem Bezug stößt und generell häufigere Updates erwarten kann.

Außerdem gibt es hin und wieder ganz nette Community-Aktionen, für die man manchmal sogar ganz nette Giveaways abstauben kann. Ein Beispiel dafür wäre die letzte Aktion, bei der es darum ging, 200 weitere Rollen für das Spiel „Kotzendes Känguruh“ zu erfinden. Zu gewinnen gab es extra-GM oder ein Spiele-Booklet.

3. Der jugendleiter-blog:

Diese Seite wird seit 2008 von Daniel Seiler, einem aktiven Jugendleiter mit mehr als 10 Jahren Jugendverbandserfahrung, bis heute und weiterhin gefüttert und gepflegt. Sie beinhaltet sowohl „klassische“ Spiel- und Programmideen als auch Medienpädagogisches, Hintergrundwissen und weiteres lesenwertes Material.

Beispiel: In seiner Kategorie „Braucht man…?“ hinterfragt Daniel Seiler ganz alltägliche Leitergewohnheiten und regt dadurch zu interessanten Diskussionen an.

4. Der Medienpädagogik-Praxis-Blog:

An sich ist dieser Blog eher auf Theorie und Hintergrundwissen gemünzt. Allerdings gibt es da die nette kleine Rubrik „Praxis-Projekte“, wo ihr Ideen für Radiosendungen mit Jugendlichen, Foto-Stories mit Computerspielhelden oder QR-Code-Rallyes finden könnt.

5. Darüber hinaus könnt ihr einige Materialsammlungen zu verschiedenen Themen, Verbänden und Altersstufen auf facebook, Twitter und Co. finden. Mein Tipp für Pfadfinder: Die Gruppe „Materialiensammlung für Pfadfindergruppenstunden“ auf facebook. Diese Gruppe ist zwar augenscheinlich geschlossen, allerdings dürfte es kein großes Problem sein, hierfür zugelassen zu werden. Was ich geschafft habe, schafft ihr auch ;).

Darüberhinaus will ich euch noch ein paar kleine Tipps aus meiner eigenen Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen geben:

1. Plant nicht zu viel vorab – lasst den Kindern genug Zeit, das Thema selbst zu ergänzen und mit Leben zu füllen, anstatt sie im Stechschritt durch den vorgefertigten Plan zu jagen. Ein Backup-Spiel für den Fall, dass ihr früher fertig werden solltet (was nicht passieren wird) reicht vollkommen aus.

2. Bezieht die Jugendlichen ruhig in die Planung mit ein. Ihr könnt z.B. eine Gruppenstunde am Anfang des Jahres oder des Halbjahres dazu nutzen, ein kleines Programm-Brainstorming zu machen.

3. Seid kreativ! Manchmal reicht ein Klassiker in neuem Gewand, um die Kinder neu zu begeistern. Manchmal lohnt es sich aber auch durchaus, einfach mal ein ganz neues Spiel zu erfinden. Ja, auch auf die Gefahr hin, dass es anfängliche Schwierigkeiten bei der Erarbeitung der Regeln gibt. Einmal etabliert kann es unheimlich förderlich für die Gruppe sein, etwas derart „eigenes“ zu haben.

4. Traut euch raus! Viele Leiter bewegen sich viel zu selten aus den vertrauten Jugendheim-Wänden hinaus, weil sie den bürokratischen Aufwand fürchten. Dabei ist es meist überhaupt kein Problem, mit der eigenen Gruppe auch mal spontan in den nahegelegenen Park oder in die nächste Fußgängerzone zu gehen, um mal etwas Abwechslung in die Gruppenstunde zu bringen.

Diese Auflistung – weder die erste noch die zweite – erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ich eine wichtige Seite hier nicht aufgelistet habe, gebt mir bitte kurz Bescheid, dann füge ich sie hier gerne noch ein.

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich dem einen oder anderen unter euch ein wenig weiterhelfen konnte.

Cheers und gute Nacht!

Eure Kathi aka Kahzn

Wollt ihr kreativ sein und Gratis-Werbung für euren Verband haben? Macht mit beim Plakatwettberwerb des Landesjugendrings!

(Bildquelle: http://ljr-nrw.de/projekte/wir-hier/plakatwettbewerb-jugendraum.html)

Die kreativen Köpfe in euren Gruppen bekommen neues Futter. Der Landesjugendring NRW ruft euch nämlich dazu auf, eure Plakate, Bilder, Graffitis, Leinwandgemälde oder andere grafische Kunstwerke zum Thema „JugendRaum“ einzusenden.

Die Grundidee beschreibt der LJR wie folgt:

Wie sieht der aus? Wer ist dabei? Ob eine bunte Landschaft, ein Stadtplan mit den Lieblingsplätzen, ein Wunschbild des perfekten JugendRaums oder etwas ganz anderes.

Die Gewinner bekommen ihr Plakat als Druckversion in verschiedenen Größen zugesandt und werden auf verschiedenen Plattformen beworben.

Damit habt ihr quasi Gruppenstundeninhalt und günstige Werbemöglichkeit in einem. Also macht mit! Einsendeschluss ist der 30. November 2014. Das Datenblatt zu den Einsendungen findet ihr hier.

Cheers!

Eure Kahzn

Wir wissen, wo du dich aufhältst… Thema: Ortung

Der Youtube-Kanal von medienbier.tv hat ein neues Video veröffentlicht, indem sie sich kritisch mit dem Thema Ortung über das Smartphone auseinandersetzen. Es geht einerseits um die Vorzüge der Ortungstechnik, wie z.B. bei Lieferdienst-Apps, aber eben auch um die Unmenge an (unfreiwilligen) zusätzlichen Daten, die man der „Datenkrake“ damit in den Rachen wirft.

Für uns als Jugendleiter stellt sich damit natürlich auch die Frage, wie wir unsere Kinder und Jugendlichen für dieses Thema sensibilisieren wollen.

Je nach Alter der Gruppe solltet ihr erst einmal entscheiden, auf welchen Aspekt von Ortungsfunktionen ihr euer Hauptaugenmerk richten wollt.

Für jüngere Kindergruppen kann der Datenschutzaspekt noch etwas zu komplex und das Thema an sich noch nicht so relevant sein, weil sie selbst noch kein Smartphone besitzen. Daher kann es sich eher anbieten, vielleicht erst einmal auf den technischen Aspekt einzugehen und Spiele oder Projekte zu überlegen, die sich mit der Technik der Satellitenortung beschäftigen (hier findet ihr ein Bei-Spiel dazu ;)).

Besitzen die Kinder bereits eigene Smartphones oder kommen auf regelmäßiger Basis damit in Berührung, ist es wichtiger, entsprechende Projekte oder Spielideen eher auf den Privatsphäre-Aspekt zu münzen. Hierzu eine Spielidee:

Instagram-Mister.X:

Ich gehe davon aus, dass das grobe Spielprinzip von Mister X bzw. Scotland Yard bekannt ist. Dieses lässt sich wunderbar mit Instagram bzw. einem anderen sozialen Netzwerk nutzen, um damit eine Verfolgungsjagd mit Smartphones zu gestalten. Hierbei informiert Mister X seine Verfolger mittels Bild- und Standortinfos über seine aktuelle Position. Die Bilder sollten so gewählt sein, dass die Kinder anhand der Hintergründe bereits Rückschlüsse auf den Ort machen können, da die Standortangaben häufig sehr vage ausfallen können.

Die Gruppe, die ihn als erste schnappt, darf dies natürlich auch in einem Schnappschuss festhalten, damit alle anderen Gruppen Bescheid wissen und den Rückweg antreten können.

Der Abschluss des Spiels sollte auf jeden Fall eine ausführliche Reflektion beinhalten, die den Kindern und Jugendlichen noch einmal vor Augen führt, wie viel sie über sich selbst im Internet preisgeben, ohne es immer sofort zu merken.

 

unverortete Grüße und ein herzliches Cheers!

Eure Kahzn

Stell dir mal vor, wir novellieren den Jugendmedienschutz und keiner macht mit.

Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Eine dieser Formulierungen, für die wir Deutschen in der restlichen Welt bespöttelt, gehasst und oder geliebt werden. Und eine Formulierung, die sich selbst Deutschen nicht einfach erschließt.

Jugendmedienschutz-Staatsvertrag – Was soll das bedeuten?

Es geht um ein althergebrachtes Thema in einem modernen Kontext: Jugendschutz im Internet.

Wie schützt man Kinder und Jugendliche heutzutage adäquat davor, im Internet mit illegalen  oder für Alter ungeeigneten Inhalten in Berührung zu kommen?

Bessere Kindersicherungen? Alterssperren? Blockieren bestimmter Seiten? Surfen nur noch unter Aufsicht? Oder doch alles der Eigenregulation überlassen?

Die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Die Rundfunkkomission, die an der Novellierung arbeitet, hat im Sinne einer größeren Bürgerbeteiligung eine Online-Konsultation gestartet, in der jeder Interessierte die geplanten Änderungen kommentieren konnte. Das wurde auch angenommen, allerdings in den meisten Fällen von denen, die sich am liebsten darüber austauschen, mit welchen technischen Mitteln sie die schädlichen Inhalte von den Kindern und Jugendlichen fernhalten können.

Dagegen hat der Vorstand des Instituts Medienpädagogik des Jugend Film Fernsehen e.V. eine Stellungnahme veröffentlicht, in der er diese Haltung kritisiert. Demzufolge ginge es viel zu sehr um Kontrolle und zu wenig um die informationelle Selbstbestimmung der Kinder und Jugendlichen.

Nun geht die Konsultation in die zweite Runde. Leider bisher mit eher überschaubarer Beteiligung. Was denkt ihr dazu? Brauchen unsere Kinder mehr Kontrolle im Internet oder mehr Selbstbestimmung? Und wie genau soll diese aussehen?

Bringt euch ein, gebt eure Kommentare ab und helft mit, den Jugendmedienschutz wieder näher an die Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen zu bringen! 24 Tage habt ihr noch.

Cheers!

Eure Kahzn.

 

 

 

 

 

Jugendmedienschutz an die Jugendlichen heranführen – aber wie?

Das Internet ist voll von Pädagogen-Videos und -Webseiten, die im Besten Falle gut gemeint, aber leider zu ungeschickt gemacht sind, um ernst genommen zu werden. Gestelzte Theater-Videos mit eher mittelmäßigen Schauspielern können den Anspruch der Jugendlichen an Authentizität nicht mehr erfüllen und fallen daher schnell in die Kategorie „peinlich“.

Das Jugendmedienschutzportal klicksafe hat da zuletzt ein wunderbares Beispiel für gefeatured: Eine Video-Reihe der Theatergruppe „Playback“ im Rahmen der Safer Internet Days, die verschiedene Aspekte des Medienschutzes darstellen soll.

Daher ist es auch nicht verwunderlich, wenn Jugendliche diese Themen meist unterschätzen: Wie soll man auch Ratschläge von jemandem befolgen, dessen mediale Darstellungsleistung nunja… zu wünschen übrig lässt. Viele der Webseiten oder Videos widersprechen so offensichtlich den Konsumgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen, dass man es ihnen kaum verübeln kann, wenn sie im Unterricht lieber kichern und quatschen als sich sachlich mit dem Thema zu beschäftigen.

Dabei erscheint die Lösung so einfach: Warum orientieren sich nicht mehr pädagogische Initiativen an dem, was die Jugendlichen jeden Tag sehen? Schaut euch mal mehr ab!

Es gibt einige funktionierende YouTube-Konzepte mit pädagogischem Gehalt, die von Kindern und Jugendlichen tagtäglich millionenfach angeklickt werden. YouTuber wie z.B. LeFloid tanzen uns, was jugendgerechte Darstellungsweisen angeht, schon lange auf der Nase herum.

Was denkt ihr dazu?

Wie geht ihr solche Themen in euren Gruppenstunden/ Lehrveranstaltungen/ Workshops an?

Schreibt es in die Kommentare!

Cheers,

Eure Kahzn