Spiele und Methoden zu WhatsApp. Heute: Kettenbriefe

Kettenbriefe gibt es wohl gefühlt so lange, wie die Menschheit schreiben kann. Und doch werden sie unserer jüngeren Generation wohl nie langweilig werden. Selbstverständlich ist auch gerade WhatsApp nicht davor verschont geblieben.

Um gerade den Teenagern, die diese ja bloß ‚aus Spaß‘ oder ‚zur Sicherheit‘ weiterleiten, ein wenig deutlicher zu machen, wie nervig, unsinnig und manchmal sogar schädlich diese sein können, könnt ihr zum Beispiel folgendes machen:

  • Idee für Gruppenstunde / Projekt auf Freizeit: Schreibt euren eigenen Kettenbrief! Gebt den Kindern und Jugendlichen ein paar typische Textbausteine eines Kettenbriefs vor (oder erarbeitet diese mit ihnen zusammen) und lasst Ihrer Kreativität freien Lauf. Am besten schreiben sie ihre Entwürfe erst einmal ganz altmodisch auf Papier. Lasst sie dann in der Gruppe vorlesen, bestimmt die beste Idee und überlegt euch, an wen man so etwas schicken könnte (z.B. bei welchem Alter des Empfängers sind Grusel-Nachrichten eher nicht ratsam?). Zum Schluss können die Kinder ihr „Werk“ an einige Ausgewählte Empfänger versenden und schauen, ob die Nachricht vielleicht irgendwann zu ihnen zurückkommt.

Ich weiß, dass dieser Vorschlag problematisch erscheinen kann, insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, wie schnell so etwas auch gewisse Eigendynamiken entwickeln kann. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass Kinder und Jugendliche die Prozesse und Dynamiken hinter solchen Kettennachrichten (und vor allem ihren Wahrheitsgehalt) besser einzuschätzen lernen, wenn sie sich mal hinter die Kulissen versetzen und sehen, wie solche Nachrichten entstehen. Mit einer guten Moderation und Reflektion dieser Aktion sollte der Gruppe schnell klarwerden, dass Nachrichten, die den Empfänger einschüchtern oder Angst einjagen sollen, wirklich unangebracht und potenziell sehr schädlich sind. Ihr könnt das auch nutzen, um dahingehende Erfahrungen auszutauschen und den Sinn oder Nutzen solcher Nachrichten kritisch zu hinterfragen.

Das wars für heute, mehr dazu nächste Woche! 🙂

Lieben Gruß,

eure Kahzn aka Kathi

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Spiele und Methoden zu WhatsApp. Heute: Gruppendruck und Medienstress

Facebook-Übernahme und der Veränderung der Datenschutzrichtlinien zum Trotz: An WhatsApp ist heutzutage kaum noch ein Vorbeikommen, vor allem in der Jugendarbeit.Der Nachrichtengigant ist bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt, was aber auch seine Gefahren hat, wenn diese den Dienst unreflektiert nutzen. In dieser Kurzreihe beschäftigen wir uns mit Methoden, Spielen und Projektideen, mit denen man verschiedene Themen rund um den beliebtesten Messengerdienst angehen kann, ohne Gebetsmühlenartig Warnungen von sich geben zu müssen.

Auch wenn viele der Kinder und Jugendlichen inzwischen eine ganz ansehnliche Medienkompetenz an den Tag legen, kann es manchmal sinnvoll sein, ihnen die Gefahren und Hintergründe dieses Messengerdienstes (wieder) ins Bewusstsein zu rufen. Denn seien wir mal ehrlich: Wir werden sie nicht davon abhalten können. Wir können ihnen aber Wege zeigen, wie sie ihn nutzen können, ohne es hinterher zu bereuen

Thema: Gruppendruck und Medienstress

Ein großes Problem, dessen sich gerade Jugendliche oft nicht bewusst sind, ist der soziale Druck, der mit WhatsApp einhergeht. Alle wollen dabei sein, weil vermeintlich alle dort sind. Wer nicht drin ist, fühlt sich (und ist auch häufig) außen vor. Außerdem tauschen gerade Jugendliche so viele Nachrichten über diesen Dienst aus, dass sie schnell an ihrem Handy kleben, um bloß keine Neuigkeiten zu verpassen.

Diese Problematik kann man unterschiedlich angehen:

    • Spiel für die Gruppenstunde: Ein Gruppenmitglied legt sein Smartphone auf einen Tisch in die Mitte. Alle anderen zücken ihre Handys und haben die Vorgabe, wild Nachrichten an dieses eine Smartphone zu schicken, sei es direkt oder über Gruppen, in denen derjenige Mitglied ist. Es darf kein Wort direkt an diese Person gesprochen werden. Die Zeit stoppen, bis derjenige vor Neugierde nach seinem Handy greift und nachschaut. Danach ist ein anderes Gruppenmitglied dran.
    • Gruppenstundenübergreifendes Projekt: Ihr gebt den Kindern Klickzähler mit, mit denen sie zählen sollen, wie oft sie am Tag auf Ihr Handy gucken (dabei bitte ALLES zählen, also auch, nach der Uhrzeit zu schauen ohne das Handy zu entsperren). Um realistische Zahlen zu bekommen (und den eigenen Konsum gleich mit zu reflektieren), sollte einer der Leiter (oder einfach alle) am Besten mitmachen. In der nächsten Gruppenstunde kann man das dann in der Gruppe reflektieren und ggf. Belohnungen an die Kinder verteilen, die sich besonders gut ‚zurückhalten‘ konnten.
    • Idee für Freizeiten: Alle Teilnehmer geben ihre Handys bei der Lagerleitung ab, können ihres aber zwischendurch durch ansprechen des zuständigen Leiters kurz benutzen („mal kurz was nachschauen“), aufladen oder sogar wieder mitnehmen. Jede dieser Aktionen wird mit der Zeit notiert und am Ende des Lagers ausgewertet. Abschließend gibt es eine Bestenliste und ggf. Preise für diejenigen, die am längsten ohne ihr Smartphone ausgekommen sind.

Das wars für heute an Inspirationen, mehr Themen gibts im nächsten Teil! 🙂

Gruß!
Eure Kahzn

Jugendhandeltfair – Gruppenstundenideen + Jugendwettbewerb

Heute möchte ich euch eine Seite ans Herz legen, die sich nicht nur mit dem äußerst wichtigen Thema „Fairer Handel“ beschäftigt, sondern auch in sich wirklich gut gemacht ist und  gerade für Jugendleiter und Lehrer praktische Handreichungen und Praxistipps bietet.

Dort findet ihr übersichtliche und gut strukturierte Hintergrundinfos zu fairem Handel (zu Siegeln und fairen Produkten) und verschiedene Anwendungsbeispiele: vorgefertigte Unterrichtsmodule, Aktionsideen (Fairer Lagershop / Bauchladen, Cocktail-Party, Erdnuss-Quiz, Faires Kochduell, Schokotester), politische Mitmachaktionen und Fortbildungsangebote. Fertig geplante Gruppenstunden gibt es übrigens auch ;).

Darüber hinaus gibt es auch für alle, die einfach so an dem Thema interessiert sind, außer den Hintergrundinfos noch faire Rezepte.

Darüberhinaus könnt ihr mit eurer Gruppe auch am Schüler- und Jugendwettbewerb „Fairknüpft“ teilnehmen. Hierbei könnt ihr euch kreativ mit dem fairen Handel auseinandersetzen und bis zu 1000 € für eure Gruppe gewinnen.

Schaut mal rein!

Cheers,

Eure Kahzn

Gruppenstundenprojekt: Geocache platzieren.

Gerade für Anfänger in Sachen Medienprojekte super, die gerne mit ihren Jugendlichen ins Gelände stapfen und mal was anderes machen möchten, als immer nur die klassische Schnitzeljagd.

Alter: Da es prinzipiell sehr einfach funktioniert, können die Kinder auch 10 Jahre alt oder jünger sein. Generell gilt: Je jünger die Kinder, desto kleiner das Leiter-Kinder-Betreuungsverhältnis.

Dauer: Für einen Cache braucht ihr inkl. Erklärung, Hin- und Zurücklaufen und Versteckvorbereitung etwa 1,5 – 3 Stunden.

Gruppengröße: Pro Cache nicht mehr als 5 Kinder, sonst ist das persönliche Interesse der Teilnehmer schnell weg.

Material:

– Ein Behälter (Tupperdöse, Filmdöschen etc.; wasserdicht!)

– Stift und Zettel bzw. kleines Notizbuch (als Logbuch; muss in den Behälter passen!)

– Klebeband

– ggf. ein kleines „Extra“ für den Cache, z.B. das Gruppenmaskottchen o.ä.

– Smartphone mit Geocaching-App oder separates GPS-Gerät (kann in der Stadtstelle ausgeliehen werden)

Durchführung:

1. Informiert euch vorab über Geocaching (z.B. unter geocaching.com) und besprecht es mit eurer Gruppe. Es bietet sich z.B. an darauf einzugehen, wie GPS-Ortung grob funktioniert, was die Koordinaten bedeuten und wie Ungenauigkeiten entstehen können (dichte Baumkronen, Höhlen und Tunnel). Stellt außerdem sicher, dass sie wissen, wie und warum sie ihren Cache immer registrieren müssen.

2. Bestückt euren Behälter. In jeden Geocache muss ein Logbuch und Stift und darauf ein Hinweis auf seine Registrierung (z.B. der Schriftzug „official Geocache“ + Kontaktdaten des Leiters oder eurer Gruppe), darüber hinaus könnt ihr je nach Größe des Caches auch noch weitere Gegenstände (eure Extras) mit hineingeben.

Häufig werden diese nach und nach von Geocachern  ausgetauscht, deswegen lasst auf jeden Fall Platz im Behälter übrig.

Stellt sicher, dass euer Behälter absolut wasserdicht ist. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, gebt ihr ihn in einen Gefrierbeutel mit Zipper.

3. Zieht los und sucht nach einem  geeigneten Versteck für euren Cache.

Am besten eignen sich immer Orte, zu denen die Kinder einen besonderen Bezug haben und die nicht allzu leicht zu erreichen sind. Gebt euch Mühe beim Verstecken (nicht verbuddeln!), damit möglichst wenig Menschen (oder Hunde) zufällig darauf stoßen und der Cache möglichst lange „hält“ (und nicht als Müll missverstanden und weggeworfen wird).

4. Ermittelt die GPS-Daten eures Verstecks mit Hilfe eurer App bzw. der GPS-Geräte, notiert sie und registriert euren Cache entweder direkt oder sobald ihr zurück seid und über Internet verfügt.

5. Schaut in regelmäßigen Abständen nach eurem Cache, pflegt ihn und gebt an, wann dieser aufgegeben wurde und nicht mehr verfügbar ist.

Viel Spaß!

Eure Kahzn

Noch kein Plan für die nächste Gruppenstunde? Diese 5 Linktipps helfen euch bestimmt bei eurer Vorbereitung (notfalls auch lastminute).

Schon wieder dasselbe basteln, spielen, kochen?

Schreien die Kinder vor Freude, wenn ihr den Plan für die nächste Gruppenstunde vorstellt, oder ähnelt ihr Blick eher dem hier?

Wenn letzteres der Fall ist, könntet ihr vielleicht ein wenig Hilfestellung gebrauchen. Oder vielleicht seid Ihr noch neu und unerfahren als Leiter und könntet ein paar Vorschläge gebrauchen?

Kein Problem! Ich hab mich da mal ein bisschen schlau gemacht, was es da so alles tolles im Netz zu finden gibt und es für euch zusammengestellt. Hier sind mal so 5 Anlaufstellen für euch.

1. Praxis Jugendarbeit:

Lasst euch von dem 90er-Design nicht abschrecken, praxis-jugendarbeit.de ist eine der umfassendsten, frei verfügbaren Spielesammlungen, die ich bisher im Internet gefunden habe. Da findet ihr sowohl Spielideen und ausgearbeitete Programme als auch verschiedene Bastelideen oder Tipps für für Spiri-Abende. Leider habe ich den Eindruck, dass an der Seite in den letzten Jahren nur noch sehr wenig gemacht wurde, aber nichtsdestotrotz kann man dort auch zu aktuelleren Themen gute Anleitungen finden.

Nach einem ähnlichen Prinzip, allerdings mit einer Wikipedia-ähnlicheren Struktur arbeiten  ideasharing und gruppenstundenspiele.de, die aber noch nicht so umfangreich sind und außerdem alles unter cc-lizenzen veröffentlichen (was es wiederum leichter macht, gute Ideen anzupassen und weiterzuverbreiten).

2. grik:

Die Community-Alternative zu praxis-jugendarbeit. Grik ist eine Mischung aus Forum und Spielsammlung, die die Nutzer durch ein internes Belohnungssystem („GM“) dazu ermuntert, selbst etwas in den Ideenpool beizutragen, um mehr daraus schöpfen zu können. Dadurch kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass man dort häufiger auf Spiele und Programmideen mit aktuellem Bezug stößt und generell häufigere Updates erwarten kann.

Außerdem gibt es hin und wieder ganz nette Community-Aktionen, für die man manchmal sogar ganz nette Giveaways abstauben kann. Ein Beispiel dafür wäre die letzte Aktion, bei der es darum ging, 200 weitere Rollen für das Spiel „Kotzendes Känguruh“ zu erfinden. Zu gewinnen gab es extra-GM oder ein Spiele-Booklet.

3. Der jugendleiter-blog:

Diese Seite wird seit 2008 von Daniel Seiler, einem aktiven Jugendleiter mit mehr als 10 Jahren Jugendverbandserfahrung, bis heute und weiterhin gefüttert und gepflegt. Sie beinhaltet sowohl „klassische“ Spiel- und Programmideen als auch Medienpädagogisches, Hintergrundwissen und weiteres lesenwertes Material.

Beispiel: In seiner Kategorie „Braucht man…?“ hinterfragt Daniel Seiler ganz alltägliche Leitergewohnheiten und regt dadurch zu interessanten Diskussionen an.

4. Der Medienpädagogik-Praxis-Blog:

An sich ist dieser Blog eher auf Theorie und Hintergrundwissen gemünzt. Allerdings gibt es da die nette kleine Rubrik „Praxis-Projekte“, wo ihr Ideen für Radiosendungen mit Jugendlichen, Foto-Stories mit Computerspielhelden oder QR-Code-Rallyes finden könnt.

5. Darüber hinaus könnt ihr einige Materialsammlungen zu verschiedenen Themen, Verbänden und Altersstufen auf facebook, Twitter und Co. finden. Mein Tipp für Pfadfinder: Die Gruppe „Materialiensammlung für Pfadfindergruppenstunden“ auf facebook. Diese Gruppe ist zwar augenscheinlich geschlossen, allerdings dürfte es kein großes Problem sein, hierfür zugelassen zu werden. Was ich geschafft habe, schafft ihr auch ;).

Darüberhinaus will ich euch noch ein paar kleine Tipps aus meiner eigenen Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen geben:

1. Plant nicht zu viel vorab – lasst den Kindern genug Zeit, das Thema selbst zu ergänzen und mit Leben zu füllen, anstatt sie im Stechschritt durch den vorgefertigten Plan zu jagen. Ein Backup-Spiel für den Fall, dass ihr früher fertig werden solltet (was nicht passieren wird) reicht vollkommen aus.

2. Bezieht die Jugendlichen ruhig in die Planung mit ein. Ihr könnt z.B. eine Gruppenstunde am Anfang des Jahres oder des Halbjahres dazu nutzen, ein kleines Programm-Brainstorming zu machen.

3. Seid kreativ! Manchmal reicht ein Klassiker in neuem Gewand, um die Kinder neu zu begeistern. Manchmal lohnt es sich aber auch durchaus, einfach mal ein ganz neues Spiel zu erfinden. Ja, auch auf die Gefahr hin, dass es anfängliche Schwierigkeiten bei der Erarbeitung der Regeln gibt. Einmal etabliert kann es unheimlich förderlich für die Gruppe sein, etwas derart „eigenes“ zu haben.

4. Traut euch raus! Viele Leiter bewegen sich viel zu selten aus den vertrauten Jugendheim-Wänden hinaus, weil sie den bürokratischen Aufwand fürchten. Dabei ist es meist überhaupt kein Problem, mit der eigenen Gruppe auch mal spontan in den nahegelegenen Park oder in die nächste Fußgängerzone zu gehen, um mal etwas Abwechslung in die Gruppenstunde zu bringen.

Diese Auflistung – weder die erste noch die zweite – erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ich eine wichtige Seite hier nicht aufgelistet habe, gebt mir bitte kurz Bescheid, dann füge ich sie hier gerne noch ein.

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich dem einen oder anderen unter euch ein wenig weiterhelfen konnte.

Cheers und gute Nacht!

Eure Kathi aka Kahzn

Aus dem Medienpädagogik-Spielekoffer: Das Facebook-Offline-Spiel

Wollt ihr die Themen „Facebook“, „Privatsphäre“, „Datenschutz“ etc. gern mal in eurer Gruppenstunde aufgreifen und sucht dafür noch die richtige Methode?

Das Facebook-Offline-Spiel kann da genau das Richtige sein. Je nachdem, ob eure Gruppe eher aus Facebook-unerfahrenenen, -süchtigen oder -flüchtlingen besteht, kann man den Ablauf und die Schwerpunkte natürlich anpassen.

Ihr findet die Spielanleitung und die Druckvorlage sowohl hier als auch im Medienpädagogik-Materialkoffer des BDKJ Duisburg.

Facebook – Das Offline – Spiel

Quelle: stefankuehne.net  (adaptiert)

Dauer: ca. 1,5 Stunden (Ende offen, kann auch über ein Lager/Wochenende gespielt werden)

Anzahl Teilnehmer: Mind. 3, je mehr desto besser, auch gut für Großgruppen geeignet

Alter der Teilnehmer: Ab etwa 10 Jahre

Material:

–          Profilbogen

–          Pinnwände / Magnettafeln

–          Stecknadeln / Magnete

–          Stifte

–          Kleine Klebezettel

Vorbereitung:

Die Profilbögen werden nach Möglichkeit personalisiert und an das Alter bzw. den Interessenschwerpunkt der Gruppe angepasst. So sind vielleicht Hobbies und Lieblingsstars bei Jugendlichen zwischen 12 und 14 Jahren interessanter als die politischen Ansichten, welche dann wieder ab 14 aufwärts an Relevanz zunehmen.

Ebenso kann man sich überlegen, ob man den Hintergrund, den Rahmen, den Titel oder andere Elemente des Profilbogens an den Ort oder an die jeweilige Gruppe anpasst, z.B. mit dem Gruppensymbol einer Anlehnung im Titel („Duisbook“, „MessdienerVZ“, „dpsg+“).

Durchführung:

Phase I (Registrierung)

Die Profilbögen werden an die Teilnehmer verteilt. Diese bekommen ca. 10-15 Minuten Zeit, um diese auszufüllen. Die Profile müssen nicht vollständig ausgefüllt werden. Fragen und Irritationen der Teilnehmer sammeln, um sie später in der Reflektion aufzugreifen.

Phase II (Umschauen)

Die Profilbögen der Teilnehmer werden an die Pinnwände bzw. Magnettafeln gehängt. Die Teilnehmer bekommen ein paar Minuten Zeit, sich die Profile der anderen anzuschauen.

Phase III (Interaktion)

Die Teilnehmer bekommen die Möglichkeit, die Profile anderer mit Hilfe der Klebezettel zu kommentieren. Auch das Kommentieren von Kommentaren ist erlaubt.

Phase IV (Reflektion)

Der Spielleiter spricht die genannten Fragen und Irritationen der Teilnehmer an und führt durch eine – im Idealfall mehr moderierte als vorgetragene – Reflektion des Spiels. Wer dieses Spiel für ein Seminar oder einen Workshop mit erwachsenen Teilnehmern nutzen möchte, kann die einzelnen Reflektionsteile auch zwischen die einzelnen Spielphasen mischen und das eigentliche Spiel so zur konzentrierten Pausenbeschäftigung nutzen.

Passend zu den einzelnen Phasen wären demnach Themenschwerpunkte:

Phase I – Datenschutz, Privatsphäre, Gruppendruck und Selbstdarstellung

Phase II – Pseudonymität/Anonymität, Neugier, Selbstbestätigung, Flaming/Bullying/Mobbing

Phase III – Bewusste / Unbewusste Öffentlichkeit, Wem gehören die Daten des Netzwerks?,  Was geschieht mit den Daten?, Geschäftsbedingungen eines Netzwerks und was man (alles nicht) dagegen tun kann

Profilbogen

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