Spiele und Methoden zu WhatsApp. Heute: Kettenbriefe

Kettenbriefe gibt es wohl gefühlt so lange, wie die Menschheit schreiben kann. Und doch werden sie unserer jüngeren Generation wohl nie langweilig werden. Selbstverständlich ist auch gerade WhatsApp nicht davor verschont geblieben.

Um gerade den Teenagern, die diese ja bloß ‚aus Spaß‘ oder ‚zur Sicherheit‘ weiterleiten, ein wenig deutlicher zu machen, wie nervig, unsinnig und manchmal sogar schädlich diese sein können, könnt ihr zum Beispiel folgendes machen:

  • Idee für Gruppenstunde / Projekt auf Freizeit: Schreibt euren eigenen Kettenbrief! Gebt den Kindern und Jugendlichen ein paar typische Textbausteine eines Kettenbriefs vor (oder erarbeitet diese mit ihnen zusammen) und lasst Ihrer Kreativität freien Lauf. Am besten schreiben sie ihre Entwürfe erst einmal ganz altmodisch auf Papier. Lasst sie dann in der Gruppe vorlesen, bestimmt die beste Idee und überlegt euch, an wen man so etwas schicken könnte (z.B. bei welchem Alter des Empfängers sind Grusel-Nachrichten eher nicht ratsam?). Zum Schluss können die Kinder ihr „Werk“ an einige Ausgewählte Empfänger versenden und schauen, ob die Nachricht vielleicht irgendwann zu ihnen zurückkommt.

Ich weiß, dass dieser Vorschlag problematisch erscheinen kann, insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, wie schnell so etwas auch gewisse Eigendynamiken entwickeln kann. Allerdings bin ich davon überzeugt, dass Kinder und Jugendliche die Prozesse und Dynamiken hinter solchen Kettennachrichten (und vor allem ihren Wahrheitsgehalt) besser einzuschätzen lernen, wenn sie sich mal hinter die Kulissen versetzen und sehen, wie solche Nachrichten entstehen. Mit einer guten Moderation und Reflektion dieser Aktion sollte der Gruppe schnell klarwerden, dass Nachrichten, die den Empfänger einschüchtern oder Angst einjagen sollen, wirklich unangebracht und potenziell sehr schädlich sind. Ihr könnt das auch nutzen, um dahingehende Erfahrungen auszutauschen und den Sinn oder Nutzen solcher Nachrichten kritisch zu hinterfragen.

Das wars für heute, mehr dazu nächste Woche! 🙂

Lieben Gruß,

eure Kahzn aka Kathi

Runter vom Sofa! Ideen für Sommertaugliche Medienprojekte. Heute: Das Musikvideo.

Es ist endlich so weit: Die Sommerferien haben begonnen, endlich raus in die Sonne, an den Strand, Eis essen und Fußball spielen und überhaupt jeden Sonnenstrahl auskosten, den unser sonst so regenfreudiges Klima so hergibt!

Wer will da schon den ganzen Tag in irgendeinem muffigen Studio hocken und Filme schneiden, Ton abmischen oder stundenlang Püppchen für Stop-Motion-Clips verschieben?

Medienpädagogik passt nicht in den Sommer? Das halten wir für ein veraltetes Klischee. Wir haben uns mal umgesehen und zumindest 2 Medieprojekte gefunden, die perfekt zum Sommer passen:

1.) Musikvideo drehen

Ihr habt sie mit Sicherheit schon einmal gesehen: Diese Eigeninterpretationen von Musikvideos, oft auch Lip-Dubs oder Lip-Syncs genannt, die wiederum eine Zeit lang viral durch alle sozialen Netzwerke flattern. Und vermutlich ist euch schon öfter mal der Gedanke gekommen, ob ihr sowas ähnliches nicht auch auf die Beine stellen könntet. Wir sagen: Ihr könnt das! Sei es nur für euch und eure Truppe oder um es gleich auf YouTube der ganzen Welt zu präsentieren.

Alles, was ihr braucht, sind ein paar motivierte Menschen, ein gutes Konzept, ein paar Proben und eine Kamera. Nun, zumindest was die Kamera betrifft, können wir von der BDKJ Stadtstelle euch aushelfen, denn wir bieten sowohl diese als auch das Stativ dazu in unserer Ausleihe an.

Fürs Schneiden eines solchen Videos reicht in der Regel kostenlose Software wie der Windows Movie Maker bzw. (für den Ton) audacity aus. Der Vorteil einer solchen kostenfreien Software ist auch, dass sie verhältnismäßig einfach aufgebaut ist und sich daher besonders gut für Anfänger eignet.

Und so können dann fertige Versionen eurer Videos aussehen:

Kleiner Tipp für denjenigen, der dann nachher die glorreiche (und leider wenig sonnenlicht-affine) Aufgabe des Schneidens und Bearbeitens übernehmen muss: 10 Tipps und Tricks, wie man Amateur-Filmchen ein bisschen besser aussehen lassen kann ;).

im nächsten Beitrag: Locandy – die Smartphone-App… (kommt sobald wir mit dem Testlauf durch sind ;))

Bis bald!

Cheers, 

Eure Kahzn

Credits fürs Titelfoto: nosha from Pennington, New Jersey, USA (cc-2.0-Lizenz)

Jugendhandeltfair – Gruppenstundenideen + Jugendwettbewerb

Heute möchte ich euch eine Seite ans Herz legen, die sich nicht nur mit dem äußerst wichtigen Thema „Fairer Handel“ beschäftigt, sondern auch in sich wirklich gut gemacht ist und  gerade für Jugendleiter und Lehrer praktische Handreichungen und Praxistipps bietet.

Dort findet ihr übersichtliche und gut strukturierte Hintergrundinfos zu fairem Handel (zu Siegeln und fairen Produkten) und verschiedene Anwendungsbeispiele: vorgefertigte Unterrichtsmodule, Aktionsideen (Fairer Lagershop / Bauchladen, Cocktail-Party, Erdnuss-Quiz, Faires Kochduell, Schokotester), politische Mitmachaktionen und Fortbildungsangebote. Fertig geplante Gruppenstunden gibt es übrigens auch ;).

Darüber hinaus gibt es auch für alle, die einfach so an dem Thema interessiert sind, außer den Hintergrundinfos noch faire Rezepte.

Darüberhinaus könnt ihr mit eurer Gruppe auch am Schüler- und Jugendwettbewerb „Fairknüpft“ teilnehmen. Hierbei könnt ihr euch kreativ mit dem fairen Handel auseinandersetzen und bis zu 1000 € für eure Gruppe gewinnen.

Schaut mal rein!

Cheers,

Eure Kahzn

Projektideen mit dem Raspberry Pi

Das mag jetzt erst einmal sehr spezifisch klingen, aber je mehr ich darüber nachdenke, desto sinniger erscheint es mir: Kinder- und Jugendprojekte mit dem Raspberry Pi statt Tablets, Smartphones und dem good old Laptop. Diese sind nicht einfach Schnee von gestern, aber der RasPi scheint wie für die Jugendarbeit gemacht.

[Für diejenigen, denen das jetzt nichts sagt: Der Raspberry Pi ist ein visitenkartengroßer, eigenständig funktionsfähiger Mini-Computer, der über diverse Anschlüsse verfügt und sozusagen im „Rohzustand“, also ohne Umhüllung, ausgeliefert wird. >Seine ungewöhnliche Zusammensetzung (z.B. keine Festplatte, stattdessen Micro-SD-Slot), das Betriebssystem Raspbian und die dazugehörige Programmiersprache „Python“ sollen zum Basteln und Umwege-Denken einladen.]

Viel mehr noch: Auf der hauseigenen Webseite bieten die Macher schon seit längerem verschiedenste Projekte an, die oft auf sehr witzige Weise den Entdecker- und Erfindergeist der Kinder und Jugendlichen sowie ihren Humor und ihren Ehrgeiz ansprechen. Im Prinzip kann man sich da als Jugendleiter bedienen, wenn man bereits so ein Ding in der Schublade hat.

Das hier soll aber nicht bloß Schleichwerbung für den Raspberry Pi sein. Einige der Projekte, die genannt werden, lassen sich mit ein wenig Umdenken zumindest teilweise ohne RasPi umsetzen. Der „Grandpa Scarer“ kann auch eine Inspiration dafür sein, wie man mit seinen Gruppenkindern coole Holzboxen mit Hilfe eines FabLabs machen kann oder wie man sich interessante Verkabelungsexperimente ausdenken kann, ohne die immergleiche Zitronenbatterie zu bauen ;).

Viel Spaß euch!

Cheers,

Eure Kahzn

Gruppenstundenprojekt: Geocache platzieren.

Gerade für Anfänger in Sachen Medienprojekte super, die gerne mit ihren Jugendlichen ins Gelände stapfen und mal was anderes machen möchten, als immer nur die klassische Schnitzeljagd.

Alter: Da es prinzipiell sehr einfach funktioniert, können die Kinder auch 10 Jahre alt oder jünger sein. Generell gilt: Je jünger die Kinder, desto kleiner das Leiter-Kinder-Betreuungsverhältnis.

Dauer: Für einen Cache braucht ihr inkl. Erklärung, Hin- und Zurücklaufen und Versteckvorbereitung etwa 1,5 – 3 Stunden.

Gruppengröße: Pro Cache nicht mehr als 5 Kinder, sonst ist das persönliche Interesse der Teilnehmer schnell weg.

Material:

– Ein Behälter (Tupperdöse, Filmdöschen etc.; wasserdicht!)

– Stift und Zettel bzw. kleines Notizbuch (als Logbuch; muss in den Behälter passen!)

– Klebeband

– ggf. ein kleines „Extra“ für den Cache, z.B. das Gruppenmaskottchen o.ä.

– Smartphone mit Geocaching-App oder separates GPS-Gerät (kann in der Stadtstelle ausgeliehen werden)

Durchführung:

1. Informiert euch vorab über Geocaching (z.B. unter geocaching.com) und besprecht es mit eurer Gruppe. Es bietet sich z.B. an darauf einzugehen, wie GPS-Ortung grob funktioniert, was die Koordinaten bedeuten und wie Ungenauigkeiten entstehen können (dichte Baumkronen, Höhlen und Tunnel). Stellt außerdem sicher, dass sie wissen, wie und warum sie ihren Cache immer registrieren müssen.

2. Bestückt euren Behälter. In jeden Geocache muss ein Logbuch und Stift und darauf ein Hinweis auf seine Registrierung (z.B. der Schriftzug „official Geocache“ + Kontaktdaten des Leiters oder eurer Gruppe), darüber hinaus könnt ihr je nach Größe des Caches auch noch weitere Gegenstände (eure Extras) mit hineingeben.

Häufig werden diese nach und nach von Geocachern  ausgetauscht, deswegen lasst auf jeden Fall Platz im Behälter übrig.

Stellt sicher, dass euer Behälter absolut wasserdicht ist. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, gebt ihr ihn in einen Gefrierbeutel mit Zipper.

3. Zieht los und sucht nach einem  geeigneten Versteck für euren Cache.

Am besten eignen sich immer Orte, zu denen die Kinder einen besonderen Bezug haben und die nicht allzu leicht zu erreichen sind. Gebt euch Mühe beim Verstecken (nicht verbuddeln!), damit möglichst wenig Menschen (oder Hunde) zufällig darauf stoßen und der Cache möglichst lange „hält“ (und nicht als Müll missverstanden und weggeworfen wird).

4. Ermittelt die GPS-Daten eures Verstecks mit Hilfe eurer App bzw. der GPS-Geräte, notiert sie und registriert euren Cache entweder direkt oder sobald ihr zurück seid und über Internet verfügt.

5. Schaut in regelmäßigen Abständen nach eurem Cache, pflegt ihn und gebt an, wann dieser aufgegeben wurde und nicht mehr verfügbar ist.

Viel Spaß!

Eure Kahzn

Projektidee: Audioguide

Falls ihr noch nach einem coolen Projekt für eure Jahresplanung sucht, könnten unsere Kategorien „Spiele und Projekte“ etwas für euch sein.

Heute stellen wir euch ein interessantes Projekt vor, mit dem ihr z.B. einen Tag der offenen Tür oder eine Stadtteilführung mit euren Gruppenkindern gestalten könnt. Der Audioguide.

Normalerweise kennt man diese Medienform eher aus Museen oder Sehenswürdigkeiten, Audioguides lassen sich aber für sehr viele verschiedene Projekte einsetzen.

Beispiele dafür lassen sich frei verfügbar im Internet finden:

So hat z.B. eine Schüler-AG des Paul-Pfinzig-Gymnasiums einen Audioguide über das ehemalige KZ-Außenlager Hersbruck erstellt und die Stiftung Zuhören bietet immer wieder verschiedene Workshops und Angebote im Audiobereich im Raum Bayern an.

Nun aber zum eigentlichen Projektablauf.

Alter der Teilnehmer: Fast egal, da es primär von der Erfahrung der Leiter abhängt. Für das erste Projekt und relativ unerfahrene Leiter würden wir aber empfehlen, eher mit Kindern ab 12 Jahren zu arbeiten, da sie sich auch eigenständig mit einer Thematik auseinandersetzen und ggf. auch in kleinen Teams „alleine“ mit dem Mikrofon losziehen können.

Zeit: Je nach Gruppengröße mind. 6 Zeitstunden, tendenziell aber mehr

Gruppengröße: Mind. 2-3 Kinder, max. 20

Material:

– Computer mit Audiosoftware (kostenlose Angebote reichen meist aus, z.B. audacity)
– Mikrofon(e)
– Kopfhörer (alternativ Headsets)

– festgelegtes Gelände, Gebäude o.ä.
– Skript bzw. Stichpunkte
– evtl. Materialien für Hintergrundgeräusche (Papier, Geräte mit Knöpfen, Wasser, etc.)

Ablauf:

1. Hauptmerkmale mit der Gruppe besprechen, Hörbeispiele anhören, mögliche Einsatzorte nennen (Museen, Tag der offenen Tür etc.)

2. Projektgelände abstecken und erkunden (am besten sowohl live als auch online), Stationen festlegen. Oft bietet es sich auch an, ein paar wichtige Stationen bereits vorab festzustecken, um den Kindern eine Orientierung zu bieten.

3. Gruppe in Kleingruppen aufteilen und Stationen zuweisen. Die Kleingruppen haben zunächst die Aufgabe, sich mit den Stationen inhaltlich auseinanderzusetzen und jeweils kurze, informative Texte dazu zu verfassen.

4. Basiswissen zur Aufnahmetechnik in der Großgruppe besprechen (kostenlose Schnittprogramme wie z.B. Audacity reichen meist aus – vorher damit vertraut machen!). Plant auch genug Zeit ein, um Sprechübungen und Sprechproben mit den Kindern durchzuführen. Die meisten werden noch nicht viele Erfahrungen damit gemacht haben, ihre Stimme aufzunehmen und brauchen deswegen eine gewissen Eingewöhnungszeit.

5. Je nach technischer Ausstattung entweder Kleingruppen gleichzeitig in verschiedenen Räumen aufnehmen lassen oder  Einzeltermine für Aufnahmen unter Anleitung machen. Versucht, für den „Aufnahmetag“ in jedem Fall genügend technisch versierte Leiter und Teilnehmer dabei zu haben, um auch bei ggf. aufkommenden technischen Problemen zügig weitermachen zu können. Frustration ist der Feind jeder Projektmethode ;).

6. Ergebnisse der Kleingruppen zentral sammeln und zu einem Audioguide zusammenfassen. Wenn es passt, könnt ihr auch eine „Schnittgruppe“ zusammenstellen, die an der Zusammenstellung und dem Schnitt beteiligt wird.

7. Den fertigen Audioguide mit der Gruppe durchgehen und ggf. veröffentlichen (z.B. mit Hilfe der izi.travel-App). Achtet bitte darauf, ggf. das Einverständnis der Eltern einzuholen, vor allem wenn ihr vorhabt, die Namen der Kinder zu veröffentlichen.

Fertig!

Hier findet ihr auch noch die Kurzfassung als pdf: Audioguide

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Medienpädagogik-Praxisblog für die Idee zu diesem Projekt. 🙂

Cheers!

Eure Kahzn

Noch kein Plan für die nächste Gruppenstunde? Diese 5 Linktipps helfen euch bestimmt bei eurer Vorbereitung (notfalls auch lastminute).

Schon wieder dasselbe basteln, spielen, kochen?

Schreien die Kinder vor Freude, wenn ihr den Plan für die nächste Gruppenstunde vorstellt, oder ähnelt ihr Blick eher dem hier?

Wenn letzteres der Fall ist, könntet ihr vielleicht ein wenig Hilfestellung gebrauchen. Oder vielleicht seid Ihr noch neu und unerfahren als Leiter und könntet ein paar Vorschläge gebrauchen?

Kein Problem! Ich hab mich da mal ein bisschen schlau gemacht, was es da so alles tolles im Netz zu finden gibt und es für euch zusammengestellt. Hier sind mal so 5 Anlaufstellen für euch.

1. Praxis Jugendarbeit:

Lasst euch von dem 90er-Design nicht abschrecken, praxis-jugendarbeit.de ist eine der umfassendsten, frei verfügbaren Spielesammlungen, die ich bisher im Internet gefunden habe. Da findet ihr sowohl Spielideen und ausgearbeitete Programme als auch verschiedene Bastelideen oder Tipps für für Spiri-Abende. Leider habe ich den Eindruck, dass an der Seite in den letzten Jahren nur noch sehr wenig gemacht wurde, aber nichtsdestotrotz kann man dort auch zu aktuelleren Themen gute Anleitungen finden.

Nach einem ähnlichen Prinzip, allerdings mit einer Wikipedia-ähnlicheren Struktur arbeiten  ideasharing und gruppenstundenspiele.de, die aber noch nicht so umfangreich sind und außerdem alles unter cc-lizenzen veröffentlichen (was es wiederum leichter macht, gute Ideen anzupassen und weiterzuverbreiten).

2. grik:

Die Community-Alternative zu praxis-jugendarbeit. Grik ist eine Mischung aus Forum und Spielsammlung, die die Nutzer durch ein internes Belohnungssystem („GM“) dazu ermuntert, selbst etwas in den Ideenpool beizutragen, um mehr daraus schöpfen zu können. Dadurch kann man grundsätzlich davon ausgehen, dass man dort häufiger auf Spiele und Programmideen mit aktuellem Bezug stößt und generell häufigere Updates erwarten kann.

Außerdem gibt es hin und wieder ganz nette Community-Aktionen, für die man manchmal sogar ganz nette Giveaways abstauben kann. Ein Beispiel dafür wäre die letzte Aktion, bei der es darum ging, 200 weitere Rollen für das Spiel „Kotzendes Känguruh“ zu erfinden. Zu gewinnen gab es extra-GM oder ein Spiele-Booklet.

3. Der jugendleiter-blog:

Diese Seite wird seit 2008 von Daniel Seiler, einem aktiven Jugendleiter mit mehr als 10 Jahren Jugendverbandserfahrung, bis heute und weiterhin gefüttert und gepflegt. Sie beinhaltet sowohl „klassische“ Spiel- und Programmideen als auch Medienpädagogisches, Hintergrundwissen und weiteres lesenwertes Material.

Beispiel: In seiner Kategorie „Braucht man…?“ hinterfragt Daniel Seiler ganz alltägliche Leitergewohnheiten und regt dadurch zu interessanten Diskussionen an.

4. Der Medienpädagogik-Praxis-Blog:

An sich ist dieser Blog eher auf Theorie und Hintergrundwissen gemünzt. Allerdings gibt es da die nette kleine Rubrik „Praxis-Projekte“, wo ihr Ideen für Radiosendungen mit Jugendlichen, Foto-Stories mit Computerspielhelden oder QR-Code-Rallyes finden könnt.

5. Darüber hinaus könnt ihr einige Materialsammlungen zu verschiedenen Themen, Verbänden und Altersstufen auf facebook, Twitter und Co. finden. Mein Tipp für Pfadfinder: Die Gruppe „Materialiensammlung für Pfadfindergruppenstunden“ auf facebook. Diese Gruppe ist zwar augenscheinlich geschlossen, allerdings dürfte es kein großes Problem sein, hierfür zugelassen zu werden. Was ich geschafft habe, schafft ihr auch ;).

Darüberhinaus will ich euch noch ein paar kleine Tipps aus meiner eigenen Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen geben:

1. Plant nicht zu viel vorab – lasst den Kindern genug Zeit, das Thema selbst zu ergänzen und mit Leben zu füllen, anstatt sie im Stechschritt durch den vorgefertigten Plan zu jagen. Ein Backup-Spiel für den Fall, dass ihr früher fertig werden solltet (was nicht passieren wird) reicht vollkommen aus.

2. Bezieht die Jugendlichen ruhig in die Planung mit ein. Ihr könnt z.B. eine Gruppenstunde am Anfang des Jahres oder des Halbjahres dazu nutzen, ein kleines Programm-Brainstorming zu machen.

3. Seid kreativ! Manchmal reicht ein Klassiker in neuem Gewand, um die Kinder neu zu begeistern. Manchmal lohnt es sich aber auch durchaus, einfach mal ein ganz neues Spiel zu erfinden. Ja, auch auf die Gefahr hin, dass es anfängliche Schwierigkeiten bei der Erarbeitung der Regeln gibt. Einmal etabliert kann es unheimlich förderlich für die Gruppe sein, etwas derart „eigenes“ zu haben.

4. Traut euch raus! Viele Leiter bewegen sich viel zu selten aus den vertrauten Jugendheim-Wänden hinaus, weil sie den bürokratischen Aufwand fürchten. Dabei ist es meist überhaupt kein Problem, mit der eigenen Gruppe auch mal spontan in den nahegelegenen Park oder in die nächste Fußgängerzone zu gehen, um mal etwas Abwechslung in die Gruppenstunde zu bringen.

Diese Auflistung – weder die erste noch die zweite – erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn ich eine wichtige Seite hier nicht aufgelistet habe, gebt mir bitte kurz Bescheid, dann füge ich sie hier gerne noch ein.

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass ich dem einen oder anderen unter euch ein wenig weiterhelfen konnte.

Cheers und gute Nacht!

Eure Kathi aka Kahzn