Gerade für Anfänger in Sachen Medienprojekte super, die gerne mit ihren Jugendlichen ins Gelände stapfen und mal was anderes machen möchten, als immer nur die klassische Schnitzeljagd.

Alter: Da es prinzipiell sehr einfach funktioniert, können die Kinder auch 10 Jahre alt oder jünger sein. Generell gilt: Je jünger die Kinder, desto kleiner das Leiter-Kinder-Betreuungsverhältnis.

Dauer: Für einen Cache braucht ihr inkl. Erklärung, Hin- und Zurücklaufen und Versteckvorbereitung etwa 1,5 – 3 Stunden.

Gruppengröße: Pro Cache nicht mehr als 5 Kinder, sonst ist das persönliche Interesse der Teilnehmer schnell weg.

Material:

– Ein Behälter (Tupperdöse, Filmdöschen etc.; wasserdicht!)

– Stift und Zettel bzw. kleines Notizbuch (als Logbuch; muss in den Behälter passen!)

– Klebeband

– ggf. ein kleines „Extra“ für den Cache, z.B. das Gruppenmaskottchen o.ä.

– Smartphone mit Geocaching-App oder separates GPS-Gerät (kann in der Stadtstelle ausgeliehen werden)

Durchführung:

1. Informiert euch vorab über Geocaching (z.B. unter geocaching.com) und besprecht es mit eurer Gruppe. Es bietet sich z.B. an darauf einzugehen, wie GPS-Ortung grob funktioniert, was die Koordinaten bedeuten und wie Ungenauigkeiten entstehen können (dichte Baumkronen, Höhlen und Tunnel). Stellt außerdem sicher, dass sie wissen, wie und warum sie ihren Cache immer registrieren müssen.

2. Bestückt euren Behälter. In jeden Geocache muss ein Logbuch und Stift und darauf ein Hinweis auf seine Registrierung (z.B. der Schriftzug „official Geocache“ + Kontaktdaten des Leiters oder eurer Gruppe), darüber hinaus könnt ihr je nach Größe des Caches auch noch weitere Gegenstände (eure Extras) mit hineingeben.

Häufig werden diese nach und nach von Geocachern  ausgetauscht, deswegen lasst auf jeden Fall Platz im Behälter übrig.

Stellt sicher, dass euer Behälter absolut wasserdicht ist. Wenn ihr ganz sicher gehen wollt, gebt ihr ihn in einen Gefrierbeutel mit Zipper.

3. Zieht los und sucht nach einem  geeigneten Versteck für euren Cache.

Am besten eignen sich immer Orte, zu denen die Kinder einen besonderen Bezug haben und die nicht allzu leicht zu erreichen sind. Gebt euch Mühe beim Verstecken (nicht verbuddeln!), damit möglichst wenig Menschen (oder Hunde) zufällig darauf stoßen und der Cache möglichst lange „hält“ (und nicht als Müll missverstanden und weggeworfen wird).

4. Ermittelt die GPS-Daten eures Verstecks mit Hilfe eurer App bzw. der GPS-Geräte, notiert sie und registriert euren Cache entweder direkt oder sobald ihr zurück seid und über Internet verfügt.

5. Schaut in regelmäßigen Abständen nach eurem Cache, pflegt ihn und gebt an, wann dieser aufgegeben wurde und nicht mehr verfügbar ist.

Viel Spaß!

Eure Kahzn

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2 Gedanken zu “Gruppenstundenprojekt: Geocache platzieren.

  1. Hallo!
    Die Idee, einen Geocache während einer Gruppenstunde zu verstecken finde ich erst einmal eine gute Idee – aber etwas zu knapp angegangen. Voraussetzung sollte aus meiner Sicht (ich bin Gruppenleiter und Geocacher) jedoch etwas mehr sein – eher eine Art Geocaching-Projekt.
    Zuerst einmal muss den Gruppenmitgliedern klar sein was Geocaching ist und wie es funktioniert. Dazu bietet sich an, als Einstieg die grundlegenden Infos zu geben und dann auch mal einen Test-Cache zu suchen. Dabei können dann auch ein paar Tipps und Tricks gegeben werden. Anschließend wäre es sicherlich gut, einige Geocaches zu suchen. Am besten wären welche, die ein wenig die Vielfältigkeit von Caches wiedergeben. Aus meiner Sicht ist es nur dann möglich, auch einen schönen Geocache zu platzieren, der haltbar ist und auch anderen gefällt. Nichts ist schlimmer, als dass ein Cache sofort gemuggelt wird oder in den Logs nur über das schlechte Teil abgelästert wird. Dann nämlich verlieren alle schnell die Lust. Und das wäre schade.
    Aus meiner Erfahrung wird eine Gruppenstunde zu einem solchen Projekt definitiv nicht ausreichen. Allein für den sinnvollen Einstieg sollte mindestens ein Tag gerechnet werden (die genannten 1,5 – 3 Stunden halte ich als zu knapp und nicht Erfolgversprechend) und zur Cache-Erstellung (Ideensammlung, -abstimmung, Eintrag auf der jeweiligen Geocaching-Plattform und basteln und verstecken des Caches) noch ein Tag. Und das finde ich schon ziemlich flott. Wichtig ist auch, sich mit den Guidelines bekannt zu machen (verbotene Orte, Abstandsregeln, …), damit man nicht unnötig einen Cache, der nie und nimmer freigeschaltet werden wird anzulegen.
    Gut finde ich Geocaching auch als Aktivität auf einem Lager. Da kann man die Platzumgebung cachend kennenlernen und so einiges entdecken… und viele Meter wandern 😉
    Falls Ihr Unterstützung mögt, meldet Euch gerne bei mir. Gewisse Erfahrungen mit Gruppen habe ich zum Caching machen können.
    Viele Grüße
    Martin

  2. Hey Martin,

    vielen Dank für deinen fundierten Kommentar! Tatsächlich finde ich auch, dass Geocaching sich eher für ein Projekt oder fürs Lager eignet, aber nicht jede Gruppe verfügt über die (zeitlichen) Ressourcen oder fährt regelmäßig ins Lager.
    Deswegen habe ich versucht, erst einmal eine Art „Bauanleitung“ für einen einzelnen Cache zu geben, wobei es natürlich sein kann, dass ich den Zeitfaktor etwas unterschätzt habe. Allerdings wollte ich mich eben am klassischen Gruppenstunden-Zeitrahmen orientieren und die Aktion nicht „zu groß“ werden lassen.
    Ich habe meine Juffis bisher auch immer nur Caches suchen lassen und nie andersherum, was ich eigentlich sehr schade finde.
    Ebenso habe ich gestern erst vom sogenannten „Reverse Geocaching“ gehört, bei dem die Teilnehmer nicht die Koordinaten, sondern ein Bild vom Versteck bekommen und dann die Koordinaten selbst finden müssen. Diese Idee finde ich auch sehr spannend als Einstieg.

    Lieben Gruß,
    Die Kathi

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