Da hat sich der Kinderschutzbund in Bayern wohl mal gedacht: „Wie kann man Kindern und Jugendlichen das Thema Cybermobbing am Besten näherbringen? Na klar! Mit Spielen!“

Und so ist, nach etwas mehr als einem Jahr in Zusammenarbeit mit der Firma Digital Treasure Entertainment (DTE)  JAKOB & die Cybermights entstanden: Ein kostenloses Onlinespiel als Point-and-Click-Adventure. Kein Herunterladen oder Installieren notwendig. Man kann einfach auf den Link klicken und los gehts:

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Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit unserem Protagonisten Jakob, dessen Eltern mit ihm in eine neue Stadt ziehen. Und das mitten im Schuljahr. Vor der neuen Schule trifft er auf Nicole, ein Opfer von Cybermobbing, das schluchzend vor der Schule sitzt. Nach ihrem raschen Abgang und einigen Unterhaltungen wird sehr schnell klar, dass sich so keiner dazu berufen fühlt, diesem Fall nachzugehen.

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Damit haben wir nun eine klare Situation und eine Aufgabe: In guter alter Detektiv-Manier herauszufinden, wer hinter der fiesen Mobbing-Attacke auf Nicole steckt. Denn, wie so oft, ist dies hier nicht so offensichtlich.

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Auch wenn die Geschichte schon stellenweise wie mit dem Klischee-Holzhammer daherkommt, kann man hier und da ein paar nette Details entdecken, wie z.B. die liebevoll Schulatmosphäre nachahmenden Hintergrundsounds oder die Info-Boxen zur Thematik, die dezent als Textnachrichten auf Jakobs Handy landen.

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Dahingegen sind einige der Sprecher äußerst gewöhnungsbedürftig (und das nicht unbedingt wegen Ihres unkaschierten Akzents), auch finde ich persönlich es mehr als befremdlich, dass man ausgerechnet für den Jakob einen erwachsenen Sprecher genommen hat.

Nach der „Speichern“-Funktion sucht man außerdem vergebens. Wenn man nicht weiß, dass der aktuelle Zwischenstand automatisch im Browser gespeichert wird, kann man sich fast gezwungen fühlen, das Spiel in einer Sitzung durchzuspielen. Aber nur fast.

Meine Kurzbewertung dazu:

Der Story würde ich so 5 von 10 Punkten geben, da sie an manchen Stellen schon arg tief in die Klischeekiste greift, aber dafür mehrere verschiedene Themen der Online-Sicherheit anspricht. Der Humor des Spiels bewegt sich auf Ebene der Zielgruppe und scheint mir damit richtig gewählt, auch wenn er manchmal etwas getrübt wird durch die Unzulänglichkeiten mancher Sprecher.

Die Steuerung würde ich mit 8 von 10 Punkten bewerten. Bei einem P&C kann man diesbezüglich eigentlich nicht viel falsch machen, wenn auch manchmal nicht ganz klar ist, was nun passiert, wenn man auf etwas draufklickt (Wo war nochmal der Unterschied zwischen Zahnrad und Auge?).

Pädagogisch gesehen ist das Spiel eine 10/10. Laut den Entwicklern umfasst es folgende Themenbereiche:

  • Umgang mit Spam und Scheinnachrichten
  • Was tun bei Cybermobbing
  • Was sind Viren und Trojaner
  • Handy nie alleine lassen
  • Umgang mit Passwörtern
  • Verwendung von Pseudonymen und Nicknamen
  • Die Wichtigkeit von Datenschutz
  • Urheberrechte / Copyright beachten

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Nettospielzeit: 2 x 45 Minuten.

Optimiert (ernsthaft!) für IE 10. Auf Firefox und Chrome läufts aber auch 😉

Abschließend würde ich sagen: ein nettes Spiel für Kinder und jüngere Jugendliche (<  ca.14 Jahre), das man als Einführung oder Überleitung nutzen kann, um in die Thematik einzuführen.

Habt Ihr noch weitere Fragen oder Anmerkungen zu diesem Spiel?

Schreibt einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag oder fragt mich direkt über mein Kontaktformular! 🙂

Cheers,

Eure Kahzn

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